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Erst nach dem Spiel verloren die Nöttinger Kicker die Ordnung – beim Freudentanz über den Finaleinzug. Foto: Ripberger
25.04.2012

FC Nöttingen siegt sich kontrolliert ins Pokal-Endspiel

Am Ende tanzten die Nöttinger Spieler im Kreis und sangen „Finale, oho“. Irgendwann Ende Mai wird der Fußball-Oberligist aus Remchingen im Endspiel des badischen Pokalwettbewerbs auf den Liga-Konkurrenten Spvgg Neckarelz treffen. Im Spiel waren die Sieger aber nicht so ausgelassen wie beim Tanzen – sie erledigten am Mittwoch beim Lokalrivalen SV Spielberg ihre Aufgabe recht souverän.

Bildergalerie: FC Nöttingen nach Sieg bei SV Spielberg im Pokalfinale

Sorgte mit seinem Dribbling für den 2:0-Endstand: FCN-Mittelfeldmann Mario Bilger.
Giuseppe Ricciardi (33.) und Leutrim Neziraj (73.) erzielten die Treffer zum Nöttinger 2:0-Sieg, der eigentlich nie ernsthaft gefährdet war. 1200 Zuschauer bildeten eine große Kulisse für das Spiel, einen großen Pokalfight bekamen sie aber nicht zu sehen.

Die Nöttinger wussten um ihre technische Überlegenheit und begnügten sich damit, die Partie zu kontrollieren. „Es gibt sicherlich bessere Spiele“, räumte auch FCN-Coach Michael Wittwer ein. Doch die Laune verdarb ihm das nicht. Schließlich steht sein Team zum dritten Mal in Folge im Pokalfinale, hat die Chance auf den Einzug in den DFB-Pokal. „Ich bin hochzufrieden“, lautete deshalb sein Fazit.

„Enttäuscht“ war dagegen Spielbergs Übungsleiter Peter Kobel. „Wenn man kein Tor schießt, hat man den Sieg auch nicht verdient.“ Dass seinem Team eine Überraschung gelingen könnte, danach sah es nur in der ersten halben Stunde aus. Da war Spielberg offensiv die aktivere Mannschaft, hatte durch Marius Mößner und Jonas Daum die ersten Möglichkeiten. Doch ernsthaft geprüft wurde Nöttingens sicherer Torhüter Sascha Rausch selten.

Die Gäste brauchten nicht viele Anläufe zum Führungstreffer: Flanke Telle, Kopfball Bilger, Tor Ricciardi hieß es nach 33 Minuten. Jetzt kontrollierten die Nöttinger das Spiel immer deutlicher, Spielberg fand kaum noch offensiv statt. Das frühe 2:0 für den FCN verhinderten zunächst viele Abseitsentscheidungen. Es war schließlich eine Einzelaktion von Neziraj, der Daniel Bogdanovic stehen ließ und auch SVS-Keeper Michael Werner überwand. „Der Platz in Spielberg liegt mir einfach“, freute sich der Stürmer, der in den beiden letzten Liga-Vergleichen beim SVS sogar doppelt getroffen hatte.

Als „hochverdient“ stufte am Ende der fairen Begegnung auch Berti Haas vom SV Spielberg den Gästesieg ein. „Vor der Pause war es ausgeglichen, aber nach der Pause war es eine klare Sache.“ Und FCN-Abwehrspieler Marcel Rapp blickte bereits Richtung Finale: „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe“, erwartet er gegen Neckarelz eine härtere Prüfung als in Spielberg.