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Chance genutzt: Nöttingens Leutrim Neziraj (rechts) spielte beim 2:1-Sieg Ulm für den verletzten Michael Schürg und erzielt hier das wichtige 1:1.  Eibner
Chance genutzt: Nöttingens Leutrim Neziraj (rechts) spielte beim 2:1-Sieg Ulm für den verletzten Michael Schürg und erzielt hier das wichtige 1:1. Eibner
29.10.2015

FC Nöttingen strotzt vor Selbstvertrauen

Der FC Nöttingen hat keine guten Erinnerungen an den SV Oberachern. Im Jahr des Aufstiegs in die Regionalliga kassierten die Lilahemden am 6. April 2014 eine saftige 0:4-Klatsche auf dem dortigen Waldsportplatz. Den Geist dieser Partie beschwört man im Südbadischen auch vor dem Spiel gegen den souveränen Spitzenreiter der Oberliga Baden-Württemberg (Samstag, 15.00 Uhr).

Doch Oberachern hat in der laufenden Saison erst ein Heimspiel gewonnen, während Nöttingen in der Fremde aus bisher sechs Spielen sechs Siege holte. Auch SV-Trainer Thomas Leberer weiß, was auf ihn zukommt: „Wir treffen am Samstag auf eine ‚Regionalligamannschaft‘, die nur ein Ziel hat, und das ist der Aufstieg. Ich denke Michael Wittwer wird Psychologe genug sein, dass uns sein Team nicht noch einmal unterschätzen wird.“

Wittwer interessiert überhaupt nicht, was in der Vergangenheit gewesen ist. „Das 0:4 Schnee von gestern. Das hat keinen Einfluss mehr. Wir sind in Oberachern Favorit – aber das sind wir ja in jedem Spiel.“ Wittwer ist guter Dinge, weil sich seine Mannschaft am Dienstag beim 2:1-Sieg in Ulm als wahre Spitzenmannschaft präsentiert hat. „Umso schwerer ist es aber auch, sich danach auf einen Gegner wie Oberachern einzustellen. Ich hoffe, die Jungs kriegen das hin. Denn wir wollen ungeschlagen in die Winterpause.“

Der Nöttinger Coach wird der Mannschaft das Vertrauen schenken, die in Ulm überzeugte. Die Stammspieler Michael Schürg (Rippenprellung) und Felix Zachmann (Adduktorenzerrung) fehlen weiter verletzt. Doch ihre Vertreter Theodor Bräuning und Leutrim Neziraj machten ihre Sache gut. Vor allem Neziraj packte die Chance beim Schopfe und erzielte im Donaustadion das wichtige 1:1. „Wenn er so spielt, wie in Ulm, wird er neben Michael Schürg immer in der ersten Elf stehen“, lobt Wittwer den technisch hoch begabten Offensivmann, der aber noch mehr Konstanz in seine Leistungen bringen müsse.