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Enttäuscht: Die Nöttinger Spieler sitzen nach Spielende auf der Auswechselbank. Das 3:3 gegen Ravensburg fühlt sich an wie eine Niederlage.
Entschlossen: Grunbachs Mittelfeldspieler Andy Surgota (rechts) setzte beim Ligastart in Heidenheim gleich Akzente. Foto: Gössele, Hennrich (Archiv)
12.08.2013

FC Nöttingen sucht nach Erklärungen

Nöttingen/Grunbach. Wenn Trainer und Co-Trainer noch lange nach Spielschluss grübelnd im Kabinengang sitzen, dann muss etwas schiefgelaufen sein. Das 3:3 zum Saisonauftakt gegen Aufsteiger Ravensburg hat dem FC Nöttingen auf alle Fälle mehr Fragen als Antworten beschert. Vor allem, wie es den lila-weißen Oberliga-Kickern vor eigenem Publikum passieren konnte, eine 3:0-Führung aus der Hand zu geben, gilt es im Detail zu analysieren.

Bildergalerie: FC Nöttingen-FV Ravensburg: Überraschendes Remis

Die Entschuldigung, dass der FCN womöglich Kräfte im DFB-Pokal gegen Schalke 04 gelassen haben könnte, wollte Trainer Michael Wittwer jedenfalls nicht gelten lassen. „Nach nur 49 Minuten kann noch niemand körperlich platt sein“, grantelte der Ex-Profi. „Unser Gegner lag am Boden und wir fangen uns drei dumme Gegentore ein. Das ist unfassbar.“

Zumindest in der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit deutete der Titel-Kandidat aus Remchingen an, zu was er fähig ist. Nicht nur die 1:0-Führung durch Yasin Ozan war glänzend herausgespielt. Auch das 3:0 durch ein quasi erzwungenes Eigentor fädelten die Neuzugänge Michael Schürg und Ozan geschickt ein. Allein die zum Teil haarsträubenden Patzer in der Defensive kosteten am Ende den Sieg. „Nach dem 3:1 sind wir in Panik verfallen“, befand FCN-Angreifer Ozan.

Mit Erklärungen tat sich aber auch Felix Zachmann schwer. „Wir haben hinten einige unglückliche Entscheidungen getroffen“, monierte der „Staubsauger“ vor der Abwehr. „Vielleicht ist auch unser Mut, nach dem 3:0 weiter nach vorne zu spielen, bestraft worden.“ Ein gutes Stück war das 3:3 aber auch dem Gegner zuzuschreiben, der in Ex-Profi Steffen Wohlfarth, Torschütze Daniel Di Leo und Harun Toprak ein „magisches Offensiv-Dreieck“ aufbot. „Rückstände haben wir in der Verbandsliga regelmäßig aufgeholt“, verriet Di Leo. Das hätten die Nöttinger vorher wissen sollen.

Nichts anbrennen lassen will der FCN dagegen am heutigen Dienstag um 19.00 Uhr in der 3. Runde des BFV-Pokals beim Landesligisten FSV Buckenberg.

Drei Neue in der Startelf

Voll zufrieden war Adis Herceg mit der Leistung seiner Mannschaft beim 2:1-Auftaktsieg gegen den Aufsteiger FC Heidenheim. „Wir haben gegen einen sehr starken Gegner verdient gewonnen. Zu Beginn der Saison ist ein Erfolgserlebnis immer wichtig“, meint der Coach vom Oberligisten TSV Grunbach. Im 4-2-3-1-System standen mit Marc Mägerle (Innenverteidigung), Andy Surgota (linkes Mittelfeld) und Manuel Salz (Torhüter) drei Neuzugänge in der Startelf, die laut Herceg „dominante Auftritte“ hinlegten. Als Doppelsechs liefen Sebastian Rutz und Joao Tardelli auf. Für den Brasilianer, der neben der Außenbahn auch schon in der Verteidigung gespielt hat, eine neue Aufgabe. Ob er auch künftig als Abräumer vor der Abwehr fungieren wird, bleibt abzuwarten.

Trotz des Sieges sieht der TSV-Trainer noch Verbesserungsbedarf bei der Chancenverwertung. „Wir müssen unsere Konter noch besser fahren, dann wäre der Sieg in Heidenheim auch um zwei, drei Tore höher ausgefallen“, meint er.

Eine erste Standortbestimmung wartet auf die Grunbacher nun am kommenden Samstag, wenn der Tabellenelfte aus dem Vorjahr, der FC Villingen, beim TSV aufkreuzt. Doch Herceg ist nicht bange. Er glaubt sowieso an eine starke Runde seiner Jungs. „Wir sind stärker als letztes Jahr. Die Stimmung im Team ist besser und auch mental sind wir gut drauf“, sagt Herceg. „Wir fangen bei null an, haben also keinen Druck, wie zuletzt im Abstiegskampf. Das ist gut so.“