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Gut drauf: Nöttingens Spielführer Viktor Kärcher (rechts) und Mittelfeldmann Mario Bilger. Eibner
Gut drauf: Nöttingens Spielführer Viktor Kärcher (rechts) und Mittelfeldmann Mario Bilger. Eibner
12.03.2012

FC Nöttingen tankt gegen Neckarelz viel Selbstvertrauen

PFORZHEIM. Mit solch einem deutlichen Ergebnis hatte wohl niemand gerechnet: Glatt mit 3:0 fertigte der 1. FC Kieselbronn am Wochenende den bisherigen Spitzenreiter der Fußball-Landesliga FCNöttingen II ab. Akim Burim mit einem Doppelpack sowie Sascha Mörgenthaler sorgten für den klaren Heimsieg – und dafür, dass die Nöttinger auf den zweiten Platz abrutschten. Aufgrund der besseren Tordifferenz steht Reichenbach an der Spitze.

Von der Höhe des Sieges in Neckarelz war selbst Trainer Michael Witter etwas überrascht. „Wenn uns vor der Partie jemand gesagt hätte, dass wir 5:2 gewinnen, hätten wir ihm das nicht abgenommen“, so der 45-Jährige. „Aber es scheint so, als würde uns Neckarelz irgendwie liegen. Schon in der vergangenen Saison haben wir hier fünfmal getroffen.“ Damals kassierte der FCN allerdings zwei Treffer mehr.

In bester Torlaune präsentierte sich am Samstag auch wieder Metin Telle. Der Nöttinger Angreifer avancierte mit drei Treffern zum Matchwinner und führt nun mit 16 Saisontoren die Oberliga-Torschützenliste vor seinem türkischen Landsmann Kaan Erodogdu vom VfR Mannheim (15 Tore) an. „Metin braucht man nie motivieren. Er gibt immer alles“, freut sich Wittwer über seinen 31-jährigen Topstürmer.

Telle mit großem Ehrgeiz

Und Telle hat noch Großes vor. Er will den BFV-Pokal diese Saison gewinnen und natürlich auch die Meisterschaft. Realistische Ziele? Durchaus! Der FC Nöttingen steht im Pokal-Halbfinale und in der Liga auf Platz drei. Zwar beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter VfRMannheim (47) sieben Punkte, doch das Team aus der Quadratestadt hat seinen großen Vorsprung nach nur zwei Punkten aus den letzten drei Spielen ein wenig eingebüßt. Kommt der VfR Mannheim in der Rückrunde noch ins Straucheln? Wird der FC Nöttingen den Spitzenreiter womöglich noch abfangen – etwa so wie in der vergangenen Runde Waldhof Mannheim die Lila-Weißen?

„Mit solchen Fragen beschäftige ich mich nicht“, sagt Michael Wittwer. Er weiß jedoch, dass Waldhof Mannheim damals in der Rückrunde kein einziges Spiel mehr verlor. Dieses Ziel verfolgt nun auch der FCN-Coach mit seinen Jungs. „Wir schauen von Spiel zu Spiel. Und dann sehen wir mal, was am Ende rauskommt“, meint der Ex-Profi.

Seine Mannschaft geht jedenfalls mit großem Selbstvertrauen ins nächste Spiel. Und auch wenn der Gegner der Tabellenzweite SSVUlm ist, soll im Heimspiel am Samstag (15.00 Uhr) der vierte Pflichtspielsieg in Folge her. Wittwer schätzt die Ulmer „nicht stärker und auch nicht schwächer“ als den VfR Mannheim ein. Der SSV (41) hat sechs Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter, aber auch bisher zwei Spiele weniger absolviert. Mit einem Sieg könnte der FCN vorerst einmal auf Rang zwei vorrücken und damit den Druck auf die Konkurrenz erhöhen.