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Nöttingens Leutrim Neziraj (vorne) traf im ersten Saisonspiel zum 2:1-Sieg gegen Homburg. Auch heute will er gegen die VfB-Reserve knipsen.  PZ-Archiv, Becker
Nöttingens Leutrim Neziraj (vorne) traf im ersten Saisonspiel zum 2:1-Sieg gegen Homburg. Auch heute will er gegen die VfB-Reserve knipsen. PZ-Archiv, Becker
04.09.2016

FC Nöttingen trifft am Montag auf den VFB Stuttgart II - Niederlagenserie soll reißen

Die Partie auf dem Bieberer Berg, sie war „schon beeindruckend“, sagt Dubravko Kolinger mit ein paar Tagen Abstand. Doch so richtig hätten die Spieler die Stimmung am vergangenen Dienstag vor der großen Kulisse mit 4326 Zuschauern nicht genießen können – schließlich schmerzte die 0:1-Niederlage gegen die Kickers Offenbach zu sehr.

Gut gespielt und doch verloren, lautete das Fazit der Nöttinger, die ihre dritte Niederlage in Folge nach dem Aufstieg in die Regionalliga Südwest hinnehmen mussten. Am heutigen Montag (19.00 Uhr) soll diese Negativserie jedoch ein Ende haben. Und Leidtragender soll ausgerechnet Drittliga-Absteiger VfB Stuttgart II sein. „Es wird wieder Zeit für ein Erfolgserlebnis“, sagt Dubravko Kolinger, dessen Team bei einer weiteren Pleite in den Tabellenkeller abrutschen würde. Druck spürt der ehemalige Profi allerdings keinen. „Auf uns setzt in der Liga eh keiner einen Cent“, meint er nur und ist deshalb auch mit den bisherigen Leistungen seiner Spieler zufrieden. „Bis auf die erste Halbzeit in Ulm, konnten wir immer mithalten. Wir waren stets ein unangenehmer Gegner und das wollen wir auch daheim gegen die VfB-Reserve sein“, so Kolinger.

Die Roten hinken hinterher

Die Schwaben haben bisher nur wenig gerissen. Ein Sieg, zwei Remis, drei Niederlagen – und das als Drittliga-Absteiger. Was ist los bei den Stuttgartern? „Der Wiederaufstieg ist kein Thema“, sagt der neue VfB-Coach Sebastian Gunkel, der von Ex-Profi Andreas Hinkel assistiert wird. Lange Zeit gehörte die VfB-Reserve zum Inventar der 3. Liga, nach dem Abstieg der Bundesligamannschaft und auch der Zweiten liegt der Fokus nun ganz klar auf dem Wiederaufstieg der Luhukay-Truppe.

Die U23 wurde dagegen völlig umgekrempelt. Altstar Cacau gehört nicht mehr dem Kader an, dafür 16 neue Spieler, wovon sieben aus der eigenen Jugend kommen. Sebastian Gunkel kennt sie gut, schließlich betreute der 41-Jährige zuletzt den Nachwuchs. Leitwolf der jungen Truppe ist Kapitän Tobias Rathgeb, der wegen eines Faszienrisses in der Kniekehle wohl gegen Nöttingen ausfällt. „Zweite Mannschaften zu bespielen, ist immer schwer. Die Jungs sind sehr gut ausgebildet und schnell. Wir müssen also wieder alles abrufen“, sagt Dubravko Kolinger, der noch einmal auf Felix Zachmann (Rotsperre) verzichten muss.