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Absturz Richtung Verbandsliga? Grunbachs Dominik Salz will das mit aller Macht verhindern. Dass der TSV in der Liga durchaus mithalten kann, belegte man 0:0 beim FC Nöttingen (links Riccardo Di Piazza). Im Hintergrund Simon Mössner. Hennrich
Absturz Richtung Verbandsliga? Grunbachs Dominik Salz will das mit aller Macht verhindern. Dass der TSV in der Liga durchaus mithalten kann, belegte man 0:0 beim FC Nöttingen (links Riccardo Di Piazza). Im Hintergrund Simon Mössner. Hennrich
10.12.2012

FC Nöttingen und TSV Grunbach schauen sich auf Transfermarkt um

Nöttingen/Grunbach. Nicht zufrieden sind die beiden Fußball-Oberligisten, FC Nöttingen und TSV Grunbach, mit dem bisherigen Saisonverlauf. Nöttingen trauert einigen Punkten hinterher, mit denen man ganz oben mitmischen könnte. Der TSV Grunbach kämpft als Neuling verbissen um den Klassenerhalt.

Stark begonnen, etwas nachgelassen und dann doch noch die Kurve gekriegt hat der FC Nöttingen, der den ganz großen Schub aus der Erstrundenpartie im DFB-Pokal gegen Hannover 96 (1:6) allerdings nicht mitbekam. Mit 30Zählern haben sich die Lila-Weißen zur Winterpause auf Platz sechs eingependelt, das Saisonziel hieß: Platz eins bis fünf. „Uns fehlen vier, fünf Punkte, die wir leichtfertig verschenkt haben“, sagt Dirk Steidl. Der Manager des FC Nöttingen zieht eine „durchwachsene“ Halbzeit-Bilanz, in der man es nicht geschafft habe, konstant gute Leistungen abzurufen. Dennoch habe sein Team das Potenzial, jede Mannschaft auswärts und daheim schlagen zu können. Auch die beiden Topteams Neckarelz und Walldorf („Die investieren am meisten“), die ganz oben in der Tabelle rangieren.

Außer Reichweite sind die jedenfalls noch nicht, auch wenn die Nöttinger sich zu keinen Rechenspielchen mehr hinreißen lassen. Gewinnt der FCN jedoch das Nachholspiel gegen Balingen (voraussichtlicher Termin am 23.Februar), sieht die Welt mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Neckarelz schon wieder ganz anders aus. „Wir schauen von Spiel zu Spiel“, sagt Steidl und hält den Ball flach.

Der FCN-Fahrplan für die Winterpause: Umschauen nach Neuverpflichtungen, keine Hallenturniere, Vorbereitung am 21. Januar. Dann wahrscheinlich mit einem neuen Physiotherapeuten. Denn alles sieht danach aus, dass Carsten Sefried die Nachfolge von David Violakis und seinem Team übernimmt. Der Dietlinger kümmert sich seit dieser Saison um die Zweitliga-Basketballerinnen des Grünen Stern Keltern und steht somit mit dem FC Nöttingen in ständigem Kontakt. Im Januar sollen dann auch die Gespräche mit den Spielern anlaufen. Die Hälfte aller Verträge laufen im Sommer aus. Auch der Vertrag von Coach Michael Wittwer.

In akuter Abstiegsgefahr

Stark begonnen, stark nachgelassen, mit den Schiedsrichtern gehadert, Trainer Michael Fuchs entlassen und trotzdem noch in akuter Abstiegsgefahr – der TSVGrunbach erlebt nach dem Aufstieg eine turbulente Saison. „Die Klasse ist sehr stark, man steht jedes Wochenende unter Druck, nun müssen wir den Kampf annehmen“, sagt Grunbachs Sportvorstand Torsten Heinemann, dessen Team (Saisonziel: Mittelfeldplatz) mit 20Punkten und Platz zwölf am Abgrund steht. Abhängig vom Abstieg aus der Regionalliga Südwest können bis zu sechs Clubs (drei auf alle Fälle) absteigen. Derzeit sieht’s noch gut aus für den Liganeuling. Und Heinemann hofft, in der Rückrunde noch drei Plätze gutmachen zu können. Womit? Mit Kampfgeist – und neuen Spielern. Dem Abgang von Daniel Reule stehen vermutlich drei Neuzugänge in der Winterpause gegenüber. Sie sollen die Abwehr, das Mittelfeld und den Sturm auffüllen. „Wir haben nur 15 Feldspieler, da müssen wir was tun“, erklärt Heinemann seine Aktivitäten auf dem Transfermarkt.

Die erste Oberliga-Saison – für den TSV vermutlich ein Lehrjahr. „Es gilt jetzt nur noch, die Klasse zu halten und dann einen Neuanfang zu starten“, so Heinemann. Im Kader für die neue Runde wird auf alle Fälle Michael Cycon fehlen. Den Mittelfeldspieler zieht es im Sommer zu den Kickers Pforzheim. Gerüchten zufolge soll der 27-Jährige auch mit dem Verbandsligisten 1. CfR Pforzheim über einen Wechsel in der Winterpause gesprochen haben.