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FC Nöttingen

Die letzte Ansprache im Spielerkreis wird der scheidende Trainer Dubravko Kolinger (Vierter von links) am Samstag beim FC Nöttingen halten. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
Die letzte Ansprache im Spielerkreis wird der scheidende Trainer Dubravko Kolinger (Vierter von links) am Samstag beim FC Nöttingen halten. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
24.05.2018

FC Nöttingen vor letztem Saisonspiel gegen FSV Bissingen

Remchingen-Nöttingen. Das letzte Spiel, ein allerletztes Ziel: Wenn der FC Nöttingen am Samstag um 15.30 Uhr den FSV Bissingen empfängt, geht es um nicht mehr wirklich viel. In der Fußball-Oberliga sind praktisch alle Entscheidungen gefallen. Die TSG Balingen steht als Meister und Aufsteiger in die Regionalliga fest, der FC Villingen hat Platz zwei und damit die Aufstiegsspiele sicher. Und auch im Tabellenkeller sind die möglichen Abstiegsplätze vergeben.

Doch der FC Nöttingen hat sich für das Spiel gegen den Tabellenvierten FSV Bissingen noch etwas vorgenommen. Dubravko Kolinger will zum Abschied von der Nöttinger Trainerbank noch einmal einen Sieg landen. Dann könnte man sogar den FV Ravensburg in der Tabelle noch überrunden und auf Platz fünf vorrücken, vorausgesetzt, Ravensburg gewinnt nicht beim Karlsruher SC II. Die Chance auf Platz fünf haben sich die Nöttinger jüngst mit ihrem Sieg in Ravensburg erkämpft. „Wenn wir das jetzt in Reichweite haben, wollen wir es auch schaffen“, sagt Kolinger. Allerdings könnte im Falle einer Niederlage auch noch der Tabellensiebte SSV Reutlingen vorbeiziehen.

Natürlich würde sich der Dubravko Kolinger nach neun Jahren in verschiedenen Positionen in Nöttingen allzu gerne mit einem Sieg verabschieden. Nach der Partie will der scheidende Coach mit der Mannschaft noch ein bisschen feiern. „Es gibt ein kleines Fest“, sagt er.

Abzuwarten bleibt, mit welchen Spielern der FCN-Trainer am Samstag überhaupt planen kann. Die Liste der Verletzten hat sich zwar stark verkürzt, dafür ist jetzt Sascha Walter (Rückenprobleme) angeschlagen. Erschwert wird die Aufgabe auch dadurch, dass auf dem Kunstrasenplatz gespielt werden muss. Denn der Rasen im Panoramastadion wird ausgetauscht, die Grasnabe ist teilweise schon abgefräst. Die Gäste müssen sich also umorientieren, auch die VIP-Gäste müssen auf ihr angestammtes Domizil in der Panoramahalle verzichten. Sie sollen oben neben dem Kunstrasenplatz verköstigt werden. „Wir lassen uns was einfallen“, verspricht Vereinschef Dirk Steidl.

Eine große Verabschiedungszeremonie wird es morgen nicht geben, auch wenn neben Kolinger auch der eine oder andere Spieler geht. Der Abgang von Eray Gür (SV Oberachern) ist schon länger bekannt, auch Simon Frank verlässt den Remchinger Verein. Der Abwehrspieler wohnt inzwischen in Stuttgart und will sich dort in der Region neu orientieren – Göppingen ist im Gespräch. „Die Verabschiedung machen wir intern“, sagt Dirk Steidl.

Welche Neuzugänge der künftige Trainer Michael Wittwer zur Hand bekommt, bleibt abzuwarten. Bislang steht nur die Rückkehr von Jimmy Marton (war an den SV Spielberg ausgeliehen) fest.

Die Saisonbilanz von Dubravko Kolinger fällt letztlich positiv aus. „Die Bedingungen waren schwierig, weil wir viel Verletzungspech und viele gesperrte Spieler hatten“, sagt der FCN-Coach. „Deshalb ist es mit Platz fünf bis sieben am Ende irgendwie eine gute Saison. Die Jungs haben alles gegeben.“

Dabei hatte die Saison mit einem „Riesenstart“ (Kolinger) stark begonnen. Dann machte den Nöttingern vor allem die Auswärtschwäche einen Strich durch die Rechnung. Hinzu kamen ärgerliche Pleiten wie daheim gegen Sandhausen II. „Da waren wir die klar bessere Mannschaft und verlieren. Das war die unnötigste Niederlage der Saison“, blickt Kolinger zurück. Eine weitere Niederlage soll nicht mehr folgen. Schon gar keine unnötige mehr.