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Matchwinner: Metin Telle (links) erzielte beide Tore für Nöttingen. Foto: Becker
Matchwinner: Metin Telle (links) erzielte beide Tore für Nöttingen. Foto: Becker
03.10.2011

FC Nöttingen weiter auf dem Weg nach oben

Die Oberliga-Partie gegen den SSV Reutlingen wurde wegen gewaltbereiter Fans der Schwaben zwar als sogenanntes „Risiko-Spiel“ eingestuft. Im Stadion des FC Nöttingen kam es bei fast 30 Grad Hitze allerdings nicht zum Äußersten. Das mag auch daran gelegen haben, dass die Lila-Weißen ihren Gegner vor allem fußballerisch klar beherrschten. „Und ich kann jetzt beruhigt zum Oktoberfest nach München fahren“, hielt FCN-Trainer Michael Wittwer nach dem 2:0 am Samstag fest. Durch den zweiten Sieg in Serie rücken die vorderen Tabellenplätze ins Blickfeld der Remchinger.

Gerade in der Anfangs-Viertelstunde erinnerten die Aktionen der Gastgeber in vielen Belangen an die so erfolgreiche letzte Saison. Kaum fünf Minuten waren gespielt, als Metin Telle eine Freistoßflanke von Riccardo Di Piazza per Kopf zur 1:0-Führung im Reutlinger Kasten versenkte. Und der Nöttinger Mittelstürmer hätte schon wenig später nachlegen können, drückte diesmal aber eine Hereingabe neben das Tor. Auch Dejan Svjetlanovic und Leutrim Neziraj nutzten beste Gelegenheiten nicht. „Das ist aber auch das Einzige, was ich meinen Spielern heute ankreiden kann“, meinte Wittwer. „Wir hätten die Partie viel früher entscheiden müssen.“ Doch auch die Reutlinger schlugen daraus kein Kapital. Bis auf ein Abseitstor von Marc Golinski und einen Kopfball von Neuzugang Angelo Vaccaro hatten die Gäste in Hälfte eins kaum etwas zu bieten.

Nach der Pause dominierte weiter der FC Nöttingen durch Torchancen von Mario Bilger, Di Piazza und Svjetlanovic, ehe Telle mit dem 2:0 (68.) für die Entscheidung sorgte. Dabei profitierte der Doppeltorschütze allerdings auch von der glänzenden Vorarbeit seines Sturmpartners Neziraj, der ihm den Ball mustergültig auflegte. Erst in der Schlussphase erspielte sich Reutlingen durch Vaccaro und Golinski gute Möglichkeiten, die FCN-Keeper Sascha Rausch allerdings mit drei Glanzparaden zunichte machte. Pech hatten auf der Gegenseite aber auch die Nöttinger, als der eingewechselte Andreas Trick freistehend vor dem leeren Tor nur die Latte traf.