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Dass es in Hoffenheim nichts zu holen geben würde, konnte Nöttingens Trainer Dubravko Kolinger schon vorher ahnen. Dass es aber acht Gegentore wurden, hat ihn schon getroffen.  Bermel/Eibner
Dass es in Hoffenheim nichts zu holen geben würde, konnte Nöttingens Trainer Dubravko Kolinger schon vorher ahnen. Dass es aber acht Gegentore wurden, hat ihn schon getroffen. Bermel/Eibner
05.10.2016

FC Nöttingen will 0:8-Packung schnell abhaken und in Spielberg gewinnen

Illusionen hatte man sich vor der Saison beim FC Nöttingen keine gemacht. „Ein David unter vielen Goliathen“ lautete eine sicherlich nicht ganz unzutreffende Beschreibung im Lager des Dorfvereins nach dem Aufstieg in die Fußball-Regionalliga.

Nun muss der David nicht jede Woche mit seiner Steinschleuder einen Riesen erlegen. Dass die Riesen gewinnen, ist im ungleichen Wettkampf die Regel, nicht die Ausnahme.

Aber acht Gegentore wie am Dienstag bei der Niederlage in Hoffenheim? Das tut weh. „Ein bisschen hoch“, sagt Dirk Steidl zu dem Resultat, „die höchste Pflichtspielniederlage in meiner Zeit als Präsident“. Und auch Dubravko Kolinger kann sich in seiner eigenen, langen Historie als Fußballer und Trainer an kein vergleichbares Resultat erinnern.

Apropos erinnern: „Dieses Ergebnis vergessen wir am besten ganz schnell wieder“, sagt Kolinger. Schließlich steht am Samstag eine Partie an, die mehr über den Erfolg der FCN-Saison entscheiden kann als jedes Punktspiel. Die Nöttinger treten im Viertelfinale des Badischen Pokals beim Lokalrivalen SV Spielberg (Oberliga) an. Was der Gewinn dieser Trophäe – verbunden mit dem Einzug in den DFB-Pokal – bringen kann, weiß man nirgendwo besser als im Remchinger Ortsteil.

Ob die Hoffenheim-Partie Nachwirkungen hat, wird man schon am Samstag sehen können. Tatsächlich war die Partie beim Reserveteam des Erstligisten ein ungleicher Kampf. Mit Marco Terrazino, Steven Zuber und Baris Atik boten die Gastgeber drei Spieler aus dem Bundesligakader auf, die auch prompt sieben der acht Tore erzielten. Es war ein Duell Profis gegen Amateure. „Die trainieren zweimal täglich“, sagt Kolinger, die meisten Nöttinger hingegen sind klassische Feierabendspieler. Das Hoffenheimer Tempo konnte der FCN nicht mitgehen. Schon die Heimspiele davor hatte die TSG-Reserve 5:0 und 6:0 gewonnen – und das sogar ohne Terrazino und Zuber.