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Einlauf der Mannschaften: Die meisten Spieler des FC Nöttingen kennen die Atmosphäre auf dem Bieberer Berg aus der Saison 2014/15. 

FC Nöttingen will in Offenbach ersten Auswärtssieg

Remchingen-Nöttingen. Auf dem Bieberer Berg zu kicken ist für jeden Fußballer ein Traum. Für viele Spieler des FC Nöttingen erfüllt sich dieser Traum am Dienstag ein zweites Mal.

Bereits in der Saison 2014/15 gastierte das Team um Kapitän Timo Brenner in der Fußball-Kultstätte, verlor gegen den späteren Regionalliga-Meister mit 1:3 (Nöttinger Torschütze Michael Schürg). Offenbach schaffte den Aufstieg in die 3. Liga nicht. Nöttingen stieg in die Oberliga ab und vor dieser Saison wieder auf – jetzt trifft man sich wieder. Anpfiff ist am Dienstagabend um 19.30 Uhr.

Dubravko Kolinger weiß sehr genau, was auf sein Team zukommt. Der Trainer der Nöttinger spielte von 1998 bis 2000 in Offenbach und stieg mit den Hessen in die 2. Liga auf. Noch heute hat er lose Kontakte zu dem Traditionsverein. „Wir müssen sehr aufpassen, auch weil Offenbach nach der Niederlage gegen Watzenborn-Steinberg etwas gutzumachen hat“, warnt Kolinger. Überhaupt braucht Offenbach, das mit neun Minuszählern startete (siehe Kasten), jeden Punkt, um wieder vorne mitzuspielen.

Auswärts ohne Sieg

Punkte braucht Nöttingen aber auch. Auswärts haben die Lilaweißen noch nichts gerissen. Beim 1:2 gegen Koblenz setzte es am Freitag auch die erste Heimpleite. Auffällig war, dass alle Tore nach Standards fielen. „Aus dem Spiel heraus hatte Koblenz aber keine Torchance. Da waren wir klar besser“, sagt Kolinger. Gleichwohl will er die Sinne seiner Spieler schärfen, um bei Standards aufmerksamer zu verteidigen. „Manchmal sind solche Aktionen aber auch schwer zu verteidigen, wenn sie gut ausgeführt sind.“ So gegen Koblenz, das mit dem Doppeltorschützen André Marx einen absoluten Standard-Spezialisten in seinen Reihen hat.

Bräuning für Zachmann?

Dubravko Kolinger fährt nicht nach Offenbach, um alten Bekannten die Hand zu schütteln. „Wir wollen dort was mitnehmen. Das ist doch klar.“ Verzichten muss der Nöttinger Trainer auf den gesperrten Felix Zachmann. Wer für den Mittelfeld-Abräumer ins Team kommt, wollte Kolinger gestern noch nicht sagen. Er wollte auch noch die Trainingseindrücke vom Abend abwarten. Ein Kandidat für die Rolle im Mittelfeld wäre Theo Bräuning.