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Dass der FC Nöttingen doch noch gewinnen kann, bewies Torjäger Michael Schürg (rechts) mit seinem Treffer zum 2:1 gegen Ravensburg.  Ripberger
Dass der FC Nöttingen doch noch gewinnen kann, bewies Torjäger Michael Schürg (rechts) mit seinem Treffer zum 2:1 gegen Ravensburg. Ripberger
01.05.2016

FC Nöttingen zittert sich zum wichtigen 2:1-Sieg gegen den FV Ravensburg

Der FC Nöttingen ist weiter auf der Suche nach der Form der Vorrunde. Auch im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Gerd Dais zeigten die Lilaweißen am Samstag keine gute Leistung. Weil man die Partie gegen den FV Ravensburg dennoch mit 2:1 (2:1) gewann, dürfte zumindest Rang zwei in der Fußball-Oberliga ziemlich sicher sein.

Der erhoffte Befreiungsschlag im Aufstiegsrennen war der Erfolg gegen die Oberschwaben im Panoramastadion allerdings nicht. Es war allenfalls ein Befreiungsschlägle. So sahen es auch die Spieler und Verantwortlichen. „Wir machen zu viele einfache Fehler. So war Ravensburg bis zum Ende gefährlich. Aber ich denke, dieser Sieg gibt uns auch Auftrieb“, bilanzierte Gerd Dais.

Die Gäste gingen in der 20. Minute durch einen umstrittenen Handelfmeter mit 1:0 in Führung. Ein 20-Meter-Freistoß von Jascha Fiesel soll an der Hand des in der Mauer stehenden Mario Hohn gelandet sein. Wie wackelig diese Entscheidung von Schiri Daniel Schlager aus Rastatt war, zeigt die Tatsache, dass er zunächst Reinhard Schenker als „Übeltäter“ gesehen haben und diesem die Gelbe Karte zeigen wollte. Erst nach Schenkers Einspruch zeigte Schlager Mario Hohn Gelb. Hohn hingegen beteuerte, der Arm sei bei der Aktion angelegt gewesen. „Eigentlich gab es in dieser Situation keinen Grund, zu pfeifen“, bemerkte auch Gerd Dais. Rahman Soyudogru war es egal. Er verwandelte den Elfer sicher. Nöttingen, das zunächst ohne den angeschlagenen Felix Zachmann auflief (für ihn spielte Teo Bräuning als Sechser), tat sich schwer. Flüssige Kombinationen waren Mangelware. Die Gästeabwehr stand stabil.

Fast wie aus dem Nichts führte ein Doppelschlag der Einheimischen zum 2:1. Erst legte Eray Gür für Mario Bilger auf, der von links aus zwölf Metern ins Schwarze traf. Kaum zwei Minuten später bediente Bilger seinen Sturmkollegen Michael Schürg. Und der Nöttinger Torjäger markierte kurz vor der Pause aus kurzer Distanz den umjubelten Führungstreffer für die Nöttinger, die in ihren gelben Auswärtstrikots auflaufen mussten. Der Grund: Ravensburg hatte nur blaue Trikots im Gepäck. Die waren dem Nöttinger lila doch zu ähnlich.

Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel. Nöttingen wirkte weiter verkrampft. Ravensburg, das stark ersatzgeschwächt angetreten war, drückte auf den Ausgleich. Mit Glück und Geschick wurde der knappe Vorsprung über die Zeit gerettet. „Zurzeit läuft es einfach nicht. Die Automatismen fehlen. Aber Hauptsache, wir haben gewonnen. Dieser Sieg ist sehr, sehr wichtig für uns“, freute sich FCN-Kapitän Timo Brenner.