nach oben
Wer jubelt am Freitag am schönsten? Nöttingens Goalgetter Metin Telle darf sich auf gedrückte Daumen der FCN-Fans verlassen.
Wer jubelt am Freitag am schönsten? Nöttingens Goalgetter Metin Telle darf sich auf gedrückte Daumen der FCN-Fans verlassen.
01.12.2011

FC Nöttingen-VfR Mannheim: Treffen der Top-Torjäger

FC Nöttingen erwartet am Freitagabend, 18.30 Uhr, den Überflieger der Oberliga. FCN-Coach Wittwer bangt gegen den VfR Mannheim noch um den Einsatz von Leutrim Neziraj.

Es ist angerichtet. Am letzten Spieltag der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg vor der Winterpause erwartet die Fans im Nöttinger Panoramastadion noch einmal ein wahrer Leckerbissen. Tabellenführer VfR Mannheim ist am Freitag ab 18.30 Uhr zu Gast. Gelegenheit für die Gastgeber, den beträchtlichen Vorsprung der Mannheimer (zehn Punkte auf den Tabellenzweiten SSV Ulm, zwölf auf den Tabellenfünften FC Nöttingen) etwas erträglicher zu gestalten.

Nicht auf der Rechnung

In der Kurpfalz ist man selbst überrascht vom aktuellen Höhenflug. Niemand hatte den deutschen Fußballmeister von 1949 vor der Saison auf der Rechnung. Denn die Mannheimer waren als Verbandsliga-Zweiter erst über die Relegation in die Oberliga Baden-Württemberg eingezogen.

„Mannheim hat nach einem guten Start einen richtigen Lauf bekommen und im entscheidenden Moment auch das nötige Quäntchen Glück“, sagt Nöttingens Trainer Michael Wittwer vor dem heutigen Topspiel. Doch die Platzherren haben ihrerseits allen Grund, mit breiter Brust aufzulaufen. Nach vier Siegen in Folge haben die Lilaweißen Tuchfühlung zur Spitzengruppe hergestellt. Das ist wichtig, denn auch Platz zwei könnte unter bestimmten Voraussetzungen noch zum Aufstieg in die Regionalliga Süd berechtigen, wie Nöttingens Vorstands-Vorsitzender Dirk Steidl erklärt.

Wenn Nöttingen gegen den VfR Mannheim antritt, stehen vier der besten zehn Oberliga-Torjäger auf dem Platz. Die Mannheimer Kaan Erdogan (mit 15 Toren führt er die Torjägerliste der Oberliga an) und Giuseppe Burgio (13) messen sich mit den Nöttingern Metin Telle (12) und Leutrim Neziraj (10). Dabei steht hinter Neziraj aber noch ein kleines Fragezeichen, denn der hat sich beim jüngsten 3:0-Sieg in Villingen einen Pferdekuss am Oberschenkel eingehandelt. Das Abschlusstraining sollte Aufschluss über die Einsatzfähigkeit Nezirajs geben. Vielleicht entscheidet es sich aber auch kurz vor dem Spiel.

Sollte Neziraj fehlen, rückt Mario Bilger von links auf die Zehner-Position. An seiner Stelle im linken Mittelfeld spielt dann Kapitän Viktor Kärcher. Für ihn rückt Andi Trick in die Vierer-Abwehrkette.

Angst hat Michel Wittwer keinesfalls vor der geballten Mannheimer Offensivkraft. „Unsere Offensive ist ja auch nicht ohne. Wir haben in den vergangenen Spielen auch sehr viel Selbstvertrauen getankt. Wir richten uns nicht nach dem Gegner“, so Wittwer, der den Gegner zweimal beobachtet hat. „Dabei war Mannheim nicht so überzeugend.“

Auffällig ist, dass der VfR nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr Ligaspitze ist. Nur zehn Gegentore in 18 Spielen zeigen, dass die Defensive der Quadratestädter, die von Kenan Kocak trainiert werden, außerordentlich stabil ist. Das Hinspiel in Mannheim endete übrigens 1:1.