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Die Entscheidung im Panoramastadion: Sebastian Hofmann trifft zum 3:1, Mannheims Torhüter Levent Cetin sowie die Abwehrspieler Peter Prokop und Norbert Kirschner können nicht mehr eingreifen. Gössele
16.03.2014

FCN: Sieg ohne Glanz - Derby steht vor der Tür

Der FC Nöttingen festigt mit 4:1 gegen den VfR Mannheim Platz zwei in der Oberliga.Trainer Michael Wittwer ist vor dem Derby gegen Grunbach aber überhaupt nicht zufrieden.

Bildergalerie: FC Nöttingen siegt gegen den VfR Mannheim

Michael Wittwer war nicht zum Lachen zumute. „Wenn wir mit solch einer Leistung in einer Woche in Grunbach antreten, werden wir dort nichts holen“, meinte der Trainer des Fußball-Oberligisten FC Nöttingen am Samstag nach dem 4:1-Heimsieg gegen den VfR Mannheim. 4:1 – das hört sich eigentlich nach einer doch souveränen Leistung seiner Mannschaft an, doch der Sieg war nach Toren von Yasin Ozan (23.), Reinhard Schenker (34.), Sebastian Hofmann (57.), Mario Bilger (90. +3) und dem zwischenzeitlichen 1:2 durch Mannheims Hans Kyei (50.) ohne Glanz. „Wir haben nicht gut gespielt, aber mit dem Ergebnis sind wir hochzufrieden“, so Wittwer.

Dabei begannen die Nöttinger gut, hatten durch Toptorjäger Michael Schürg auch die erste Chance. Sein Schuss aus 16 Metern ging allerdings knapp am rechten Pfosten vorbei (12.). Fortan kamen die spielstarken Mannheimer immer besser in die Partie. Piero Adragna hätte die Gäste fast in Führung gebracht, fand aber in FCN-Schlussmann Robin Kraski seinen Meister, der seinen Gewaltschuss aus 16 Metern mit einem sensationellen Reflex über die Latte lenkte. Nöttingen tat sich schwer im Spielaufbau, zu viele Pässe landeten beim Gegner. Dennoch gingen die Lila-Weißen in Führung. Nach Freistoß von Reinhard Schenker konnte VfR-Goalie Levent Cetin den Kopfball von Timo Brenner nur abklatschen, Yasin Ozan war zur Stelle und staubte per Kopf ab (23.). Rund zehn Minuten später legte Michael Schürg 13 Meter vor dem Tor auf Reinhard Schenker ab, der mit Links zum 2:0 einnetzte. Eine schmeichelhafte Führung, meinte hinterher Michael Schürg. „Wir haben 2:0 geführt, wussten aber nicht warum. Denn bis dahin lief eigentlich nicht viel zusammen.“

Dennoch hätte der FCN noch vor der Pause durch Ozan und Mario Bilger erhöhen können. Mannheim machte es besser. Nach einer Flanke von Lukas Cambeis nickte Hans Kyei zum 1:2 (50.) ein.

„Wenn das 3:1 nicht fällt, weiß ich nicht, wie das Spiel ausgeht“, meinte nach dem Schlusspfiff Michael Wittwer und konnte sich bei Torben Schmidt und dem eingewechselten (56.) Sebastian Hofmann bedanken. Schmidt vernaschte an der Eckfahne gleich zwei Gegenspieler und brachte den Ball scharf in die Mitte, wo Hofmann aus dem Getümmel heraus zum 3:1 traf. Der Mittelfeldspieler bereitete dann auch den 4:1-Endstand von Mario Bilger in der Nachspielzeit vor.

„Einen extrem kurzen Arbeitstag hatte Marco Terzic. Der VfR-Spieler beging nach seiner Einwechslung (75.) völlig übermotiviert innerhalb von zwei Minuten zwei Fouls, sah Gelb und wurde von Trainer Christian Klein sofort wieder ausgewechselt.

Wird nach der Walldorfer Niederlage das Titelrennen zwischen Grunbach und dem FCN (Derby am Sonntag um 11.00 Uhr) entschieden? „Das glaube ich nicht“, meint Wittwer. „Die Runde ist noch lang. Aber wir freuen uns jetzt natürlich aufs Derby.“

FC Nöttingen schlägt den VfR Mannheim