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Test im Testspiel: Daniel Blank (links) von den KSC-A-Junioren durfte für den FC Nöttingen mal vorspielen.  Foto: Becker
Test im Testspiel: Daniel Blank (links) von den KSC-A-Junioren durfte für den FC Nöttingen mal vorspielen. Foto: Becker
03.07.2011

FCN will den nächsten Schritt machen (pu_0#wo_0)

Fußball-Oberligist gewinnt erstes Testspiel beim FV Niefern mit 6:1.Marcel Rapp soll Führungsrolle bei den Lila-Weißen übernehmen.

Die Vorbereitung läuft und das erste Testspiel wurde auch gewonnen. Am Samstag bezwang der FC Nöttingen bei der Einweihung der neuen Sportanlage in Niefern den Kreisligisten mit 6:1 (4:1). „Es war ein angenehmer Aufgalopp mit einem netten Gastgeber“, meinte FCN-Manager Dirk Steidl, der die Neuzugänge Marcel Rapp (Stuttgarter Kickers, privat verhindert), Mario Bilger (FC Heidelsheim, noch gesperrt) und Marius Schäfer (SV Spielberg, Reha nach Leisten-OP) noch nicht beobachten konnte.

Dafür sahen die Zuschauer den ersten Auftritt von Baransel Yurttas (A-CfR Pforzheim) und Torhüter Sascha Rausch (SG Sonnenhof Großaspach) im FCN-Dress. Außerdem testete der Oberligist mit Daniel Blank einen Verteidiger, der aus den A-Junioren des Karlsruher SC kommt. Wie war seine Vorstellung? „War okay“, so Steidl.

Vergangene Runde gut verdaut

Der Manager, wie auch der Nöttinger Trainer haben das bittere Saisonende der vergangene Runde, als man dem SV Waldhof Mannheim doch noch den Aufstieg in die Regionalliga überlassen musste, gut verdaut. „Ich habe schon viele schmerzliche Niederlagen in meiner Fußballerkarriere erleben müssen“, meint ein gut gelaunter Wittwer, der sich mit der Verwandtschaft ein paar Wochen an der Westküste in den USA vom Fußballalltag erholen konnte.

Der Akku ist wieder voll – und das ist gut, denn die Vorbereitung hat’s in sich. Bis zum Ligastart am 6. August beim Offenburger FV (siehe auch Kasten) bittet der 44-Jährige seine Spieler fast täglich zum Training. Vom 8. bis 10. Juli steht auch ein Trainingslager in Enzklösterle auf dem Programm. Die Spieler sind im Gasthaus „Löwen“ untergebracht. Neben schweißtreibenden Ausdauereinheiten steht auch das Teambuilding auf dem Programm.

Denn Wittwer muss nach den Abgängen von Mathias Dörrich, Marco Mössner, Moritz Bischoff und Michael Cycon (alle zum Verbandsligisten TSV Grunbach) sowie Matteo Monetta (Oberliga-Absteiger TSG Weinheim) und Thomas Ollhoff und Enes Karakoca (Ziel unbekannt) einige Veränderungen im Team vornehmen.

Den Abgängen stehen aktuell fünf Neuzugänge gegenüber: Verteidiger Marcel Rapp, Torhüter Sascha Rausch, Stürmer Marius Schäfer, Mittelfeldmann Mario Bilger und Allrounder Baransel Yurttas. Der Kader umfasst mit den eigenen Youngsters Thomas Ernst und Thorben Schmidt 16 Spieler. „Wir konnten den Stamm der Mannschaft halten, obwohl viele Vereine an den Spielern gezerrt haben“, verrät Steidl, der noch Ausschau nach „ein, zwei Verstärkungen“ vor allem für die Sechserposition sowie der rechten Seite – defensiv oder offensiv – hält.

Glücklich ist man in Nöttingen über die Verpflichtung von Marcel Rapp, der als gebürtiger Ersinger von den Stuttgarter Kickers quasi wieder in seine Heimat zurückkehrt. „Marcel hat mit seiner Riesenerfahrung Führungsqualitäten, mit seiner professionellen Einstellung wird er uns weiterbringen“, ist sich Michael Wittwer sicher. Der 32-Jährige könnte in der neuen Runde mit Abwehrchef Dubravko Kolinger die Innenverteidigung bilden. Holger Fuchs, der eine fantastische Saison gespielt hat, könnte dann auf die rechte Seite der Viererkette ausweichen.

Als Nummer eins geht ganz klar Torhüter Daniel Jilg in die Vorbereitung. Neuzugang Sascha Rausch muss sich erst einmal hinten anstellen. Im Zwist um Stürmer Marco Heidecker – Germania Brötzingen hätte sein Eigengewächs gerne wieder zurück – hat Steidl ein Machtwort gesprochen. „Er hat Vertrag und bleibt.“

Definitiv noch nicht festlegen, will sich Michael Wittwer auf ein Saisonziel. Die Konkurrenz tippt den FCN zwar als klaren Titelfavoriten, doch der Coach nimmt erst einmal ganz andere Ziele ins Visier: „Die Mannschaft muss nun den zweiten Schritt machen.“ Im Klartext: „Sie muss versuchen die Leistung aus der vergangenen Runde zu kompensieren – diesmal bis zum letzten Spieltag.“