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FCN-Kapitän Timo Brenner (vorne) hat immer noch Spaß, für den FC Nöttingen zu kämpfen, auch wenn es bislang mehr Niederlagen denn Siege oder Remis gab. Foto: PZ-Archiv
FCN-Kapitän Timo Brenner (vorne) hat immer noch Spaß, für den FC Nöttingen zu kämpfen, auch wenn es bislang mehr Niederlagen denn Siege oder Remis gab. Foto: PZ-Archiv
20.11.2016

FCN-Kapitän Timo Brenner: „Für uns ist jedes Spiel wie ein Pokalspiel“

Mit zwei Toren hat der TSV Steinbach den FC Nöttingen geschlagen. Bei der Partie am Freitagabend im Panoramastadion mussten die Lila-Weißen somit erneut drei Punkte abgeben. Obwohl der FCN mehr als eine halbe Stunde in Überzahl spielte, gelang es den Nöttinger trotz mehrerer Chancen nicht, auszugleichen oder gar in Führung zu gehen. PZ-Redakteur Dominique Jahn sprach mit Timo Brenner, Spielführer des Regionalligisten FC Nöttingen, über die Niederlage.

PZ: Herr Brenner, am Freitagabend beim 0:2 im Heimspiel gegen Steinbach liefen Sie überraschenderweise als Doppelspitze neben Leutrim Neziraj auf. Wie kam’s dazu?

Timo Brenner: Der Trainer hatte eine Idee. Ich bin ja gelernter Offensivspieler, deshalb wollte er mich mal im Angriff bringen. Das hat mit Leo Neziraj ganz gut geklappt. Leider ist uns kein Tor gelungen.

PZ: Stark gespielt und wieder verloren. Nervt das nicht irgendwann mal?

Timo Brenner: Und wie das nervt. Vor allem frühe Gegentore (gegen Steinbach in der 4. Minute, Anm. d. Red.), das darf nicht passieren. Aber wir sind stark zurückgekommen. Hatten Steinbach danach sogar im Griff und gute Chancen. Am Ende stehen wir aber wieder mit leeren Händen da, obwohl die Leistung gestimmt hat.

PZ: Da macht Fußballspielen doch keinen Spaß mehr, oder?

Timo Brenner: Oh doch! Ich glaube, man sieht auch, dass wir Spaß auf dem Platz haben. Für uns ist jedes Spiel wie ein Pokalspiel. Wir sind immer klarer Außenseiter und freuen uns, uns mit diesen starken Teams messen zu können. Wenn man sie dann auch noch am Rande einer Niederlage hat, so wie jetzt gegen Steinbach, dann macht es noch mehr Spaß. Wir wissen aber auch, geben wir nur 95 Prozent, haben wir in dieser Liga keine Chance.

PZ: Das heißt, die Stimmung im Team ist trotz des Misserfolgs gut?

Timo Brenner: Absolut. Die Stimmung bei uns ist top. Wir sehen die Situation auch realistisch. Und fünf Punkte mehr hätten wir durchaus verdient gehabt.

PZ: Trainer Dubravko Kolinger hat also keine Probleme, die Mannschaft trotz der vielen Niederlagen zu motivieren?

Timo Brenner: Nein. Er bereitet uns immer gut vor und gibt uns immer einen Plan mit ins Spiel. Wir wissen, was wir tun müssen. Und dafür brauchen wir nicht – überspitzt gesagt – ein sechsstündiges Videostudium, so wie es etwa die anderen Teams machen.

PZ: Werden Sie im kommenden Spiel am Samstag bei Hessen Kassel wieder als Stürmer auflaufen?

Timo Brenner: Keine Ahnung. Ich lasse mich überraschen.