nach oben
Am Boden, aber nicht unterlegen: Der Grunbacher Stürmer Daniel Reule (Mitte) gegen die Nöttinger Timo Brenner (links) und Reinhard Schenker.Fotos: Becker, Hennrich
Grunbachs Torhüter Matthias Dörrich packt zu: Nöttingens Thorben Schmidt (vorne) kommt einen Schritt zu spät. Die Gastgeber vergaben einige gute Chancen. Fotos: Becker, Hennrich
Leutrim Neziraj (links) kam meist nicht an Jeffrey Hessenberger vorbei. Fotos: Becker, Hennrich
02.10.2012

FCN-TSV: Packendes Oberliga-Derby endet 0:0

Ein bis zur letzten Sekunde packendes und spannendes Oberliga-Derby erlebten mehr als 2000 Zuschauer am Montagabend im Panoramastadion des FC Nöttingen. Die favorisierten Gastgeber und Aufsteiger TSV Grunbach trennten sich nach 90 Minuten 0:0. Der FCN hatte ein deutliches Chancenplus, der TSV Grunbach verdiente sich den Punkt allerdings durch beherzten Einsatz.

Bildergalerie: 0:0 im Derby FC Nöttingen gegen TSV Grunbach

Bildergalerie: Über 2000 Fans beim Derby FC Nöttingen - TSV Grunbach

Bildergalerie: Talkrunde vor dem Derby FC Nöttingen - TSV Grunbach

Und er hatte einen Torhüter den Extraklasse zwischen den Pfosten. Mathias Dörrich, der viele Jahre in Nöttingen spielte, wuchs über sich hinaus, hielt, was es zu halten gab, und hatte in der 71. Minute auch das Glück des Tüchtigen. Da nämlich war er geschlagen, als der gerade eingewechselte Nöttinger Metin Telle aus kurzer Distanz auf Flanke von Thorben Schmidt einen Treffer erzielte. Der Linienrichter hob allerdings die Fahne.

Schiri Michael Kempter, der eine solide Leistung bot, blieb nichts anderes übrig, als das Tor abzuerkennen. Eine sehr umstrittene Aktion, denn Telle war in den Strafraum hinein gestürmt und schien zum Zeitpunkt der Ballabgabe nicht im Abseits zu stehen. „Es war sicher kein Abseits“, meinte Telle, fügte aber hinzu: „Wir hatten auch so genügend Chancen, das Spiel zu entscheiden. Grunbach kann sich bei Mathias Dörrich bedanken.“ Dörrich selbst gab sich bescheiden: „Es war eine geschlossene Leistung, deshalb haben wir den Punkt verdient. Das Tor von Metin war Abseits. Trotz seines Alters ist er einfach noch zu schnell“, sagte Dörrich mit einem Augenzwinkern.

Grunbach begann mit fünf ehemaligen Nöttingern, dafür aber ohne die verletzten Matthias Fixel und Sebastian Rutz. Die angeschlagenen Dirk Prediger, Marco Mössner und Manuel Hasel waren aber dabei. Beim FC Nöttingen saßen die Stürmer Metin Telle und Niklas Hecht-Zirpel zunächst auf der Bank, dafür stürmte „Leo“ Neziraj. Außer einem Schuss des Nöttingers Mario Bilger in der 27. Minute gab es keine zwingende Chance in Hälfte eins. Beide Defensiv-Abteilungen standen sicher und kämpften leidenschaftlich – aber fair.

Kurz nach dem Seitenwechsel hätte Nöttingen in Führung gehen müssen. Erst fischte „Matze“ Dörrich einen 20-Meter-Schuss von Schmidt aus dem Winkel, Sekunden später hielt er einen Schmidt-Kopfball aus kurzer Distanz nach Ecke von Reinhard Schenker. Und wieder nur Sekunden später zielte Leutrim Neziraj frei stehend vorbei. Grunbach wurde nur noch durch einen Freistoß von Michael Cycon gefährlich (83. Minute).

Leserkommentare (0)