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23.08.2009

FCP kämpft sich taktisch stark zum Punktgewinn

PFORZHEIM. Auf dem Weg der Besserung ist dem 1. FC Pforzheim zum Saisonauftakt der Verbandsliga mit dem 1:1 der erste Schritt geglückt. Vergangene Saison war der „Club“ noch mit einer 0:3-Pleite in Friedrichstal gestartet.

Per Foulelfmeter hatte Bruno Martins die Pforzheimer in Führung gebracht (26. Minute), Wind glich für Schwetzingen aus (61.).
Tabellen-Fünfter waren die Schwetzinger vergangene Saison, haben sich gut verstärkt, und wollen – allen anderen Beteuerungen zum Trotz – im vorderen Tabellendrittel landen. Dahin will in dieser Saison auch der FCP.
Zwar bestimmten zu Beginn die Platzherren das Spiel, aber der FCP, von Trainer Rudi Herzog bestens eingestellt, ließ dem Gegner wenig Spielräume. „Wir haben gut gestanden, frühzeitig gestört. Und wir waren durch Konterangriffe immer gefährlich“, analysierte Herzog.

Elfmeter sicher verwandelt

Der gefährlichste Pforzheimer Angreifer, Francesco Grifo, setze mit einem satten Schuss frühzeitig die erste Duftmarke (8.). Grifo war es auch, der nach einem langen Pass seinem Gegenspieler Daniel Gulde überlief. Schwetzingens Keeper Sinan Bal konnte den Pforzheimer nur regelwidrig stoppen: Elfmeter für den FCP und Gelbe Karte für den Schwetzinger Schlussmann. Bruno Martin ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß sicher zur 1:0-Führung (26.).

Die Gastgeber agierten nun zusehends konfuser. Die beiden hochgelobten Daniel Bauer und Björn Weber waren bei den beiden FCP-Neuzugängen Tobias Wacker und Ignazio Scozzari in besten Händen.

Apropos Neuzugänge: Pforzheims-Coach bot gleich acht neue Akteure (sechs davon in der Startformation) auf, die seiner Meinung nach alle zu überzeugen wussten. Tobias Wacker, der den gesperrten Samet Tuzluca in der Viererkette bestens vertrat sowie Francesco Grifo und Lukas Buck, der nach einer halben Stunde fast auf 2:0 erhöht hätte, hob der Trainer nach der Partie hervor.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Goldstädter bissiger und wichen von ihrer klugen taktischen Einstellung keinen Schritt ab. Martins (58.) und Thorsten Kraski (60.) ließen aber die Chancen zum 2:0 aus. Das rächte sich, als Schwetzingens Thomas Wirth nach einer Ecke am höchsten sprang und mit einem wuchtigen Kopfball den Ausgleich erzielte (64.).

Chancen für zweiten Treffer

Die besseren Chancen hatte aber weiterhin der FCP. Ein Freistoß von Martin Maier strich knapp am linken Pfosten vorbei (70.), der satte Schuss des eingewechselten Simon Mössner wurde vom Schwetzinger Schlussmann glänzend pariert (71.).

Am Ende aber machten die Gastgeber noch einmal Druck. Bei einer Doppelchance für Björn Weber und den Ex-Pforzheimer Stephan Katongole parierte FCP-Schlussmann Tom Trocha glänzend. Auch der eingewechselte Kerim Öztürk fand in Trocha seinen Meister (89.). Zu diesem Zeitpunkt spielte Pforzheim in Unterzahl, weil Tobias Wacker nach mehrfachem Foulspiel am quirligen Weber Gelb-Rot gesehen hatte (85.).