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02.03.2009

FCP muss sich mit Unentschieden zufrieden geben

PFORZHEIM. Die Erwartungen waren groß. Am Ende kehrte beim 1. FC Pforzheim aber wieder mal Ernüchterung ein. Im Verbandsliga-Nachholspiel gegen Germania Friedrichstal reichte es für den "Club" gestern nur zu einem 1:1.

"In unserer brenzligen Situation ist das vor eigenem Publikum einfach zu wenig", brachte FCP-Kicker Martin Maier die Sache für den Tabellendrittletzten auf den Punkt. Maier war es auch, der für die Gastgeber im Brötzinger Tal das 1:0 (4.) vorlegte, ehe der Friedrichstaler Nicolai Groß noch in der ersten Hälfte den 1:1-Endstand (34.) markierte.

Grund sich zu ärgern hatten die Pforzheimer allemal. Denn zu Anfang sah es ganz danach aus, als könne der FCP die Partie locker und leicht nach Hause schaukeln. Schon der erste Torschuss traf ins Schwarze. Nach einer Flanke von Dominik Bernecker hatte Maier auf der linken Seite freistehend aus zehn Metern keine Mühe, den Ball im Eck zu versenken. Begünstigt wurde die Pforzheimer Führung allerdings durch einen Patzer des Friedrichstaler Abwehrchefs Georg Bolotaschwili, der die hohe Hereingabe falsch berechnete und am Leder vorbeisäbelte.

Auch in der Folgezeit blieb der FCP am Drücker, wurde vom Stuttgarter Schiedsrichter Maurice Kern aber nicht gerade verwöhnt. Als Marco Parrotta im gegnerischen Strafraum zugegeben etwas theatralisch zu Boden sank, von seinem Bewacher aber klar getroffen wurde, verweigerte der Unparteiische zum ersten Mal einen Elfmeter für den "Club". Und auch beim nächsten Foul an Parrotta vor dem Friedrichstaler Kasten - diesmal in der zweiten Halbzeit - ließ sich Kern nicht erweichen. "Das war mindestens ein klarer Strafstoß für uns", ärgerte sich FCP-Trainer Rudi Herzog und fügte hinzu: "Wir wollten unbedingt mit einem Sieg in die Rückrunde starten. Die Enttäuschung ist riesengroß."

Das hatten sich die Gastgeber zum Teil aber auch selber zuzuschreiben. Denn nach dem 1:0 gab der FCP die Partie zusehends aus der Hand. Vor allem die Zahl der Abwehrfehler häufte sich. In der Anfangsphase hatte Germania-Spielmacher Dominique Stellmacher schon eine dicke Gelegenheit ausgelassen.

Sein Teamkollege Marco Misuraca scheiterte nach später aus spitzem Winkel an FCP-Keeper Patrick Weigl. Glück hatte der Torsteher zudem bei einer scharfen Hereingabe von Sven Lorenz, die Freund und Feind allerdings gleichermaßen verpassten. In der 34. Minute war es dann geschehen. Wieder mal zeigte sich die FCP-Abwehr schlecht sortiert und sah mehr oder weniger tatenlos zu, wie Nicolai Groß den Ball zum 1:1 ins Netz stocherte. Die Gäste hätten sogar noch nachlegen können. Aber Lorenz streifte mit seinem Schuss nur die Latte des Pforzheimer Gehäuses.

Nach der Pause verstärkte der FCP zwar noch einmal seine Bemühungen, Torchancen blieben jedoch Mangelware. Daran konnte auch die Einwechslung des grippegeschwächten Pforzheimer Torjägers Bilal Yildiz nichts ändern. Außer einem Kopfball von Samet Tuzluca und einem gefährlichen 25-Meter-Freistoß von Mario Heimberger brachten die Gastgeber nicht mehr viel zustande. "In der zweiten Hälfte hat wenigstens die kämpferische Einstellung gestimmt. Wir haben aber zu spät angefangen, konzentriert nach vorne zu spielen", hielt FCP-Spieler Samet Tuzluca fest.