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KSC-Talent Marin Sverko kämpft wohl bald nicht mehr für Karlsruhe, sondern für den Erstligisten aus Mainz. Foto: dpa
KSC-Talent Marin Sverko kämpft wohl bald nicht mehr für Karlsruhe, sondern für den Erstligisten aus Mainz. Foto: dpa
02.01.2017

FSV Mainz 05 holt KSC-Talent Marin Sverko aus Kieselbronn

Der 18-jährige Marin Sverko aus Kieselbronn wird wohl zum Saisonende den Zweitligisten Karlsruher SC verlassen. Das Nachwuchstalent erhält einen Vierjahresvertrag beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05. Am Dienstag ist in Karlsruhe Trainingsbeginn mit dem neuen Coach Mirko Slomka

Personell nahezu komplett – nur Torhüter René Vollath, der eine Magen-Darm-Infektion auskurieren muss, fehlt – nimmt der Zweitliga-15. Karlsruher SC am Dienstag die Vorbereitung auf das Unternehmen „Klassenerhalt“ in Angriff. Auf 12 Uhr hat der neue Cheftrainer Mirko Slomka (49) den Trainingsauftakt 2017 terminiert. Damit keiner der Wildparkprofis, vor allem nicht die in Übersee beheimateten Franck Kom, Yann Rolim und Hiroki Yamada, den Start ins neue Jahr verpassen, wurde der Montag als Anreisetag eingeplant.

Obwohl der Kader fast vollständig anwesend ist, sind wohl nicht alle Spieler hundertprozentig fit. Enrico Valentini ist nach seinem Innenbandriss im rechten Knienoch nicht wieder voll belastbar. Ähnlich sieht es bei Florian Kamberi aus, der beim Heimspiel gegen Greuther Fürth (2. Dezember/1:2) eine schwere Kniestauchung erlitten hat. Die Genesung von Gaetan Krebs nach seinem Kreuzbandriss im linken Knie ist zwar weit fortgeschritten, am Mannschaftstraining aber kann der Franzose vorerst noch nicht wieder teilnehmen.

Kapitän und Torhüter Dirk Orlishausen (Hüftbeuger) hingegen ist wieder fit. Das gilt auch Nachwuchsspieler Marin Sverko (18), der in Kaiserslautern (27. November, 0:0) und gegen Greuther Fürth bis zu seiner Verletzung (Muskelfaserriss) auf der Profibühne als Linksverteidiger einen starken Eindruck hinterließ. Auch er sollte wieder uneingeschränkt belastbar sein. Abzuwarten bleibt aber, wie Sportdirektor Oliver Kreuzer und Chefcoach Mirko Slomka mit Sverkos Ankündigung umgehen, dem Wildpark am Ende dieser Saison und nach dem Ablauf seines Vertrages den Rücken zu kehren.

Wie reagiert der KSC?

Sverko, der in Pforzheim geboren ist und aus Kieselbronn stammt, erhält nach Mainzer Angaben einen Vierjahresvertrag. „Wir sehen in Marin Sverko das Potenzial für einen dauerhaften Weg in den Profifußball. Fußballerisch und physisch hat er hierfür alle Anlagen“, sagte der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder gestern über den 18-Jährigen. Spielt der kroatische U19-Nationalspieler unter diesen Voraussetzungen noch eine Rolle in den Überlegungen der sportlich Verantwortlichen beim KSC?

Wieder zurück in Baden ist Vadim Manzon (22), der von Mitte August bis Ende Dezember an den norwegischen Erstligisten und Absteiger FK Bodö/Glimt ausgeliehen war und dort bei zehn Einsätzen einen Treffer erzielt hat. Das spricht nicht dafür, dass der russische Mittelstürmer die Torgefährlichkeit des badischen Zweitligisten wesentlich steigern kann. Neuverpflichtungen in diesem Mannschaftsteil waren gestern noch nicht in Sicht. Wahrscheinlich möchte sich Mirko Slomka zunächst selbst ein Bild von der Qualität seiner neuen Mannschaft machen.