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Topfit: Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen. Fotos: Murat, Gentsch
Topfit: Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen. Fotos: Murat, Gentsch
Topfit: Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen. Fotos: Murat, Gentsch
Topfit: Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen. Fotos: Murat, Gentsch
16.04.2013

Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen bei Turn-EM größte Hoffnungsträger

Moskau. Fabian Hambüchen möchte seine Erfolgsserie am Reck ausbauen, Marcel Nguyen geht mit der schwierigsten Barren-Übung als Favorit an den Start. Die beiden Olympia-Stars sind bei den am Dienstag beginnenden Turn-Europameisterschaften in Moskau die großen Hoffnungsträger des deutschen Teams. Beide verzichten allerdings auf den Mehrkampf, in dem die Deutschen durch Hambüchen (2009) und den zurückgetretenen Philipp Boy (2011) zuletzt die EM-Titel geholt hatten.

„Alles ist wieder gut, die Finger funktionieren problemlos. Ich fühle mich absolut fit“, meinte Hambüchen voller Zuversicht. Sein letzter internationaler Wettkampf, der Swiss Cup, den er auch gewinnen konnte, liegt schon 165 Tage zurück. Im Herbst standen die Aufnahme seines Studiums an der Sporthochschule und der Umzug nach Köln im Fokus. Dann warf eine Kapselverletzung am rechten Zeige- und Ringfinger im März seine Saisonplanung durcheinander. „Ich habe nicht viel am Barren trainieren und somit kein hochwertiges Programm einstudieren können. Daher bringt es nichts, auf Teufel komm raus den Mehrkampf anzusteuern“, erklärte Hambüchen.

Anders die Situation bei Nguyen, der nach dem Gewinn von Olympia-Silber in London gleich vier hochkarätige Mehrkämpfe im Weltcup bestritt, inklusive Jackpot eine Rekordsumme von 62 000 Euro einstrich und sich nun zurücknehmen möchte. „Ich fühle mich seit Jahresbeginn nicht mehr so frisch. Und wenn man ständig Wettkämpfe bestreitet, fehlt die Zeit, mal was Neues einzustudieren“, sagte der 25-jährige Stuttgarter nach dem Podiumstraining im Sportkomplex Olimpiski. Nach seinem furiosen Olympia-Auftritt hatten sich bei ihm auch repräsentative Aufgaben und Sponsoren-Termine gehäuft.

Am Barren turnt Nguyen in Moskau aber mit dem Ausgangswert von 6,8 die schwierigste Übung der Konkurrenz und strebt nach dem Sieg 2011 und 2012 den Titel-Hattrick an. „Wenn mir die Übung so gelingt wie im Podiumstraining, wäre ich sehr zufrieden“, meinte der Sportsoldat und ehemalige Turner der KTV Straubenhard, nachdem er den spektakulären Tsukahara-Abgang glänzend in den Stand brachte. „Die Titelverteidigung wird wegen der nach Olympia eingeführten Regeländerungen aber eine große Herausforderung.“