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Diese Szene war es nicht, mit der Daniel Kozel (links) vom TV Gräfenhausen einen Fairplay-Preis gewinnen könnte. Das Duell mit Serkan Güldal vom FV Wildbad stammt aus der Spielzeit 2015/16. Der Kapitän des B-Ligisten machte vielmehr im jüngsten Heimspiel gegen den 1. FC Engelsbrand II auf sich aufmerksam. Foto: PZ-Archiv, Becker
Diese Szene war es nicht, mit der Daniel Kozel (links) vom TV Gräfenhausen einen Fairplay-Preis gewinnen könnte. Das Duell mit Serkan Güldal vom FV Wildbad stammt aus der Spielzeit 2015/16. Der Kapitän des B-Ligisten machte vielmehr im jüngsten Heimspiel gegen den 1. FC Engelsbrand II auf sich aufmerksam. Foto: PZ-Archiv, Becker
06.11.2018

Fairplaygeste: Spieler vom TV Gräfenhausen macht auf Gegentor aufmerksam

Trotz aller Verbissenheit beim Kampf um Punkte gibt es tatsächlich noch Platz für besondere Fairplaygesten. Daniel Kozel etwa, Spielführer des TV Gräfenhausen, hat im vergangenen B-Klassen-Spiel gegen den 1. FC Engelsbrand II auf einen Vorteil seiner Mannschaft verzichtet.

Beim Stand von 3:1 für Gräfenhausen vor der Halbzeit hämmerte Engelsbrands Goalgetter Marc Wollmer einen 25-Meter-Kracher in den Winkel. Der Ball sprang vom Alu-Gestänge allerdings wieder zurück aufs Feld. Der Schiedsrichter hatte die Szene nicht richtig gesehen und ließ weiterspielen – bis zur nächsten Unterbrechung. Da machte ihn Daniel Kozel dann auf den Treffer aufmerksam. „Der war drin“, meinte er zum Schiri. 2:3 aus Engelsbrander Sicht. Es gab Anpfiff.

Gräfenhausens Vorsitzender Armin Kern begrüßt so viel Ehrlichkeit seines Kapitäns. „Tolle, faire Geste. Man muss immer bedenken, dass man sich selbst Fairplay auch vom Gegner wünscht.“ Mit seiner Geste ist Daniel Kozel auf alle Fälle ein Kandidat für den DFB-Fairplay-Preis. Ob er dafür berücksichtigt wird, hängt allerdings davon ab, ob der Schiedsrichter etwas im Spielberichtsbogen vermerkt hat.

Den Engelsbrandern hat Daniel Kozels Intervention allerdings nichts gebracht. Sie verloren am Ende deutlich mit 2:5. Gräfenhausen hält durch den Sieg dagegen mit Platz fünf den Anschluss an die vorderen Plätze. „Wir liegen derzeit etwas hinter unseren Erwartungen“, sagt Armin Kern. „In der B-Klasse darf man eben nicht so viele Spiele verlieren.“ Vier Pleiten hat der TVG schon kassiert.

Reicht es für den Absteiger dennoch für ganz oben? Kern: „Wenn wir am kommenden Spieltag gegen den Zweiten Büchenbronn verlieren, ist die Runde quasi schon gelaufen.“