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Jeremy Wuhrer und Markus Kraut (vorne) vom TV Waldrennach konnten nur in einem Satz ihre offensive Wucht entfalten.  Foto: J. Keller 

Faustball: Starke Defensive des TV Waldrennach reicht nicht

Pforzheim. Waldrennach verliert das Bundesligaduell gegen den TV Vaihingen/Enz mit 1:5. Frauen des TSV Dennach präsentieren sich stark beim Doppelspieltag und stehen ohne Satzverlust am Wochenende auf dem 1. Tabellenplatz.

Abwehr, Zuspiel, Punkt. So hatten es sich die Faustballer des TV Waldrennach ihren ersten Heimspieltag in der 1. Bundesliga Süd vorgestellt. Doch es lief anders als erhofft. Der Kontrahent aus Vaihingen/Enz zeigte in allen Mannschaftsteilen eine hervorragende Leistung und konnte sich schnell eine 3:0-Satzführung erspielen. Dabei stand die TVW-Defensive um Oliver Kraut, Carsten Scheerer und Kai Ehrhardt bombenfest und wehrte schon verloren geglaubte Bälle mit sehenswerten Hechtaktionen noch ab.

Jedoch wollten zu wenige Angriffe gelingen. Lediglich im vierten Satz schafften es Markus Kraut und Jeremy Wuhrer, die Vaihinger regelmäßig zu Fehlern zu zwingen. Weshalb sich Vaihingen/Enz schlussendlich mit 5:1-Sätzen durchsetzte. Mit 0:4-Punkten stehen die Waldrennacher bereits mit dem Rücken zur Wand. Ein wichtiges Duell um den Klassenerhalt steht am kommenden Samstag um 18 Uhr in Waibstadt auf dem Programm.

Makellose Bilanz für Dennach

Für die Frauen des TSV Dennach stand in der Bundesliga Süd direkt ein Doppelspieltag an. Das Ergebnis waren acht Punkte, 12:0 Sätze und die Tabellenführung. Am Samstag reisten die Dennacherinnen nach Bayern zum TSV Staffelstein. Im ersten Spiel gegen den Gastgeber starteten die TSV-Frauen etwas instabil, konnten sich aber von Satz zu Satz steigern. Ohne Satzverlust ging das erste Spiel und die zwei Punkte auf das Dennacher Konto.

Im zweiten Spiel gegen den TSV Pfungstadt schlichen sich einige Unkonzentriertheiten in das Dennacher Spiel. Zu viele einfache Fehler auf jeder Position ließen den Gegner immer wieder herankommen. In den entscheidenden Situationen hatten aber die Dennacherinnen die Nase vorne und konnten erneut alle drei Sätze und das Spiel gewinnen.

Perfekte Angaben

Einen Tag später in Ötisheim stand der Klassiker gegen den TSV Calw auf dem Plan. Zunächst ging es aber gegen den Gastgeber. Ötisheim spielte clever im Halbfeld und die Dennacher Abwehr hatte oft wenig Chancen. Nur Fenja Stallecker hielt mit ihren perfekten Angaben immer wieder dagegen. Durch die Umstellungen von Elena Kull ins Zuspiel und Spielertrainerin Anna-Lisa Aldinger in die Abwehr kam Ruhe und Sicherheit in den Spielaufbau. Die Partie ging so mit 3:0 an den TSV Dennach.

Revanche geglückt

Zuletzt standen sich der TSV Calw und die Dennacherinnen im Halbfinale der deutschen Meisterschaft in der Halle gegenüber, das Calw für sich entschied. Hochkonzentriert startete deshalb diesmal das Dennacher Team ins Spiel. Sichere Annahme, gutes Zuspiel und einen guten Abschluss sicherten die ersten zwei Sätze für Dennach.

Im dritten Satz kamen auch die Calwerinnen in Schwung. Starke Angriffe von der Nationalspielerin Henriette Schell und Schwächen im Angriff der Dennacherinnen brachte Calw immer wieder in Führung. Bis zum Schluss war der Satz offen und spannend. Erst in der Verlängerung gewann Dennach auch diesen Satz und das Spiel 3:0. Der stärkere Wille war ausschlaggebend.

Das dritte Spiel des Tages gewannen die Calwerinnen gegen die Gastgeberinnen aus Ötisheim mit 3:0 (7:11, 8:11, 3:11) womit sich das Team den dritten Tabellenplatz in der Bundesliga Süd sicherte.