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Schlagkräftig: Kapitänin Sonja Pfrommer vom TSV Dennach führte Deutschland zum WM-Triumph. Foto: DFBL/Spille
Schlagkräftig: Kapitänin Sonja Pfrommer vom TSV Dennach führte Deutschland zum WM-Triumph. Foto: DFBL/Spille
Emotional: Anna-Lisa Aldinger vom TSV Dennach feuert das Nationalteam an. Foto: DFBL/Spille
Emotional: Anna-Lisa Aldinger vom TSV Dennach feuert das Nationalteam an. Foto: DFBL/Spille
02.11.2016

Faustball-Nationalteam mit vier Spielerinnen des TSV Dennach verteidigt WM-Titel

Curitiba/Dennach. Die deutschen Faustball-Frauen haben bei der Weltmeisterschaft in Brasilien mit einem 4:2-Erfolg gegen die Mannschaft des Gastgebers ihren Titel von 2014 in Dresden erfolgreich verteidigt. Fünf der zehn Spielerinnen des deutschen Nationalkaders kommen vom TSV Dennach beziehungsweise vom TSV Calw.

Die Spielerinnen des alten und neuen Weltmeisters wurden bereits vor Ort von vielen Fans gefeiert. Dem Reigen der Glückwünsche, die das Team von Bundestrainerin Silke Eber schon unmittelbar nach dem Finalsieg am Samstagabend deutscher Zeit sowie am Sonntag entgegennehmen konnten, dürften in den kommenden Tagen verschiedene Empfänge vor Ort folgen. Besonders groß dürfte die Feier beim TSV Dennach ausfallen, der mit Sonja Pfrommer, Anna-Lisa Aldinger, Annkatrin Aldinger, Sophia Scheidt in Brasilien gleich vier Spielerinnen im Einsatz hatte. „Der TSV ist stolz auf seine 4 Weltmeisterinnen“, schrieb die ehemalige TSV-Trainerin Beate Bolz auf Facebook.

Entscheidenden Anteil am sportlichen Erfolg hatte auch Stephanie Dannecker aus Calw, der es vorbehalten blieb, den Matchball zu verwandeln. Damit machte sie ihren zweiten Weltmeistertitel nach 2014 perfekt.

In den Gruppenspielen waren die Brasilianerinnen die einzigen, die gegen die Deutschen bei deren 2:1-Sieg einen Satzerfolg verbuchen konnten. Im Finale konnte das Team aus Südamerika zwar gleich zwei Sätze gewinnen, doch dieses Mal waren nicht zwei, sondern vier Gewinnsätze gefragt. Besonders umkämpft waren die Durchgänge drei und vier, nachdem zuvor beide Mannschaften jeweils einen Satz gewonnen hatten. Unter dem Strich stand ein 4:2 (8:11, 11:4, 14:15, 11:9, 11:5, 11:6) für die Deutschen.

Regen als Herausforderung

Bereits in der Vorrunde hatten Sonja Pfrommer, Stephanie Dannecker & Co. deutlich unter Beweis gestellt, dass sie bei allen äußeren Bedingungen Weltklasse-Faustball spielen können. Beim ersten Aufeinandertreffen mit den Südamerikanerinnen hatte es stark geregnet, auch das Finale sollte eine ziemlich nasse Angelegenheit werden.Doch mit dem Regen kamen die deutschen Frauen ebenso gut zurecht, wie mit dem Drumherum. Die frenetischen und lautstarken brasilianischen Zuschauer in Curitiba hatten beim Finale die Arena in einem Hexenkessel verwandelt. Sie wollten einen brasilianischen Sieg. Doch das deutsche Team behielt die Ruhe und die Nerven und zeigte seine spielerische Klasse. Der Jubel war riesig, als Stephanie Dannecker den Matchball verwandelte. Die Schweiz holte sich mit einem 4:0 gegen Chile Platz drei.

Für Deutschland spielten im WM-Finale: Sonja Pfrommer, Stephanie Dannecker, Anna-Lisa Aldinger, Theresa Schröder (TV Jahn Schneverdingen) und Annika Bösch (MTSV Selsingen).