760_0900_101610_20190706_Finale_Tennis_C_Peter_Hennrich_.jpg
Bei der Siegerehrung freuten sich (mittleres Bild, von links) Sarah Gronert, Vijay Sundar Prashanth, Tim Handel und Sina Herrmann.  Fotos: Hennrich 
760_0900_101611_20190706_Finale_Tennis_C_Peter_Hennrich_.jpg
In den Finals auf dem Wolfsberg setzte sich Vijay Sundar Prashanth durch.  Foto: Hennrich 
760_0900_101612_20190706_Finale_Tennis_C_Peter_Hennrich_.jpg
In den Finals auf dem Wolfsberg setzte sich Sarah Gronert durch.  Foto: Hennrich 

Favoriten setzen sich durch: Vijay Sundar Prashanth und Sarah Gronert siegen beim TC Wolfsberg

Pforzheim. „Wir haben Tennis auf einem hohen Niveau erlebt“, resümierte Reiner Hell nach den Endspielen auf dem Wolfsberg. Dass die Worte des TCW-Präsidenten keine leeren Worthülsen waren, bewiesen die Finalspiele der Damen und Herren.

Beim 37. Goldstadtpokalturnier der Herren um den Cup der Fa. Stepper setzte sich am Ende Vijay Sundar Prashanth (Post Südstadt Karlsruhe) durch. Im Frauenfeld der 29. internationalen badischen Meisterschaften um den G.-Rau-Admedes-Cup siegte Sarah Gronert (TC Bredeney Essen).

Prashanth mühelos ins Finale

Am Samstag hatte der Inder Vijay Sundar Prashanth im Halbfinale leichtes Spiel und gewann souverän mit 6:3, 6:0 gegen Moritz Hoffmann (TC Weinheim). Im zweiten Halbfinale hatte Tim Handel (TC Reutlingen) gegen Luis Lopez (Solinger TC) deutlich mehr Mühe, behielt aber nach drei Sätzen 5:7, 6:4, 6:2 die Oberhand. Lopez hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt als Überraschung des Turniers herausgestellt. „Bei internationalen Spielern ohne deutsche Ranglistenposition ist es schwierig, vor dem Turnier eine Prognose zu treffen“, so Thomas Hell, Turnierdirektor. Lopez hatte sich von der Qualifikationsrunde bis ins Halbfinale vorgekämpft. Im Finale zeigte sich die Routine von Prashanth und der Inder dominierte beim 6:3, 6:2-Erfolg. Der 32-jährige Prashanth konnte auf der Challenger-Tour bereits zwei Titel in der Doppelkonkurrenz gewinnen und rangiert derzeit auf Position 215 in der Doppel-Weltrangliste. „Ich bin sehr glücklich“, äußerte er sich nach dem Spiel. Prashanth bedauerte, dass sein Finalgegner im Halbfinale über drei Sätze gehen musste.

Tim Handel zollte dem Sieger Respekt. „Auch mit mehr Regenerationszeit hätte ich vermutlich keine Chance gehabt“, so Handel. Mit dem Finaleinzug gab Handel sich zufrieden. „Ich war bereits mehrfach in Pforzheim am Start und hätte am Anfang des Turniers nicht geglaubt, dass ich das Finale erreichen kann“, freute er sich.

Gronert für Herrmann zu stark

Deutlich ausgeglichener gestaltete sich die Regenerationszeit bei den Damen. Die an Nummer eins gesetzte Sarah Gronert (TC Bredeney Essen) gewann im Halbfinale gegen Chiara Tomasetti (TC Bensberg) 6:3, 6:4. Vorjahressiegerin Sina Herrmann (SSC Karlsruhe) setzte sich gegen Natalie Pröse (SC Frankfurt) mit 6:4, 6:3 durch. Im Finale beschenkte sich Gronert selbst zu ihrem 33. Geburtstag, bestimmte das Geschehen von der Grundlinie gegen die 17-jährige Herrmann und gewann mit 6:4, 6:2. Gronert hatte es in der Vergangenheit bereits auf Position 164 der Weltrangliste geschafft und trat nun erstmals in Pforzheim an. „Ich wusste, dass sich im Finale mein bestes Tennis abrufen muss, wenn ich gegen Sina gewinnen will“, freute sich Gronert nach dem Sieg. Die unterlegene Sina Herrmann dagegen zeigte sich nach dem Finale unglücklich. „Leider habe ich einige Unkonzentriertheiten gezeigt und konnte deshalb im Finale wenig entgegensetzen.“

Vonseiten der Verantwortlichen und Sponsoren wurden nicht nur die guten Leistungen, sondern die hervorragende Organisation gelobt. „Turnierleiter Thomas Hell hat einige schlaflose Nächte für diesen reibungslosen Ablauf hinter sich“, lobte Michael Stepper, Geschäftsführer der Stepper GmbH. „Hier kann man nur ein großes Kompliment zollen“, lobte auch Dirk Heining, Geschäftsführer Admedes GmbH. Präsident Reiner Hell bedauerte allerdings, dass sämtliche Mannschaften des TC Wolfsberg am Finaltag Spiele hatten und das Zuschauerinteresse deshalb gering war. „Leider hat es am Finaltag an einem Lokalmatador gefehlt“, so Reiner Hell.