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Fazit vom Zweitliga-Auftakt gegen Bielefeld: Karlsruher müssen im Spiel nach vorne noch zulegen

Karlsruhe. Eine Niederlage war möglich, aber durchaus auch ein Sieg. Das torlose Unentschieden des Karlsruher SC in Bielefeld war deshalb „absolut okay“ für Enrico Valentini, der die Wildparkprofis als Kapitän auf den „Hybridrasen“ – ein mit Kunststofffasern verstärkter Naturrasen – der Ostwestfalen und ins erste Punktspiel der Saison 2016/17 geführt hatte.

Auch KSC-Keeper René Vollath sprach von einem „gerechten Unentschieden“ auf der „Alm“, wie der Spielort des DSC Arminia traditionell genannt wird. Und letztendlich gab auch Tomas Oral der Punkteteilung seinen Segen: „Insgesamt ging das 0:0 in Ordnung.“ DSC gegen KSC – das war genau das, was der KSC-Trainer prophezeit hatte: Ein 50:50 Spiel. „Wenn man die zweite Liga so durchblättert: Es gibt keine leichten Gegner – auswärts schon gar nicht.“

Kämpferisch und läuferisch und in vielen Phasen auch spielerisch habe es seine Mannschaft in Bielefeld „recht gut gemacht.“ Oral trauerte allerdings den Tormöglichkeiten nach, die sich Dimitris Diamantakos selbst erarbeitet hatte, mit denen er aber jeweils aus kurzer Distanz und spitzem Winkel von links an Bielefelds Schlussmann Wolfgang Hesl gescheitert war (48., 74.). „Leider hatten wir nicht das Schussglück, um drei Punkte mit nach Hause nehmen zu können.“ Andererseits machte Tomas Oral kein Hehl daraus, dass seine Mannschaft die Arminen zweimal zur Führung „eingeladen“ hat. Bielefelds Neuzugang Tomasz Holota (13.) und Fabian Klos, der Kapitän und Torjäger der Gastgeber (35.), ließen die Offerten jedoch ungenutzt. „Solche Dinge passieren im Fußball“, nahm der KSC-Trainer die Verursacher David Kinsombi und Martin Stoll in Schutz. „Da habe ich bei der Europameisterschaft auf einem anderen Niveau kapitalere Fehler gesehen.“

Tomas Oral sieht seine Mannschaft zwar auf einem „guten Weg“, er und seine Schützlinge wüssten jedoch, „dass wir noch viel Arbeit haben.“ Vor allem im Spiel nach vorne. Dazu müsse er vielleicht im Heimspiel gegen den VfL Bochum am Samstag (13 Uhr) das Mittelfeld kreativer besetzen, zieht Tomas Oral in Erwägung – mit Hiroki Yamada oder Gaetan Krebs. Auch wie er personell auf die Gelb-Rot-Sperre von Ylli Sallahi (89.) reagiert, ließ er fünf Tage vor seiner Heimspielpremiere als KSC-Trainer natürlich noch offen. „Ob Dennis Kempe rechtzeitig fit wird, wird sich erst im Laufe dieser Woche zeigen. Aber auch Valentini und Kinsombi haben schon links verteidigt.“