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Auf Marco Thiede müssen die Wildparkprofis am Samstag verzichten.  Foto: dpa 

Feiert der KSC am Samstag schon den Aufstieg?

Karlsruhe. Natürlich werden im und um das Wildparkstadion herum Hochrechnungen angestellt. Denn wenn am 36. beziehungsweise drittletzten Spieltag der Dritten Liga alles, wirklich alles zugunsten des Karlsruher SC läuft, kann der Tabellenzweite schon am Samstag in die Zweite Liga zurückkehren.

Erste Voraussetzung für eine eventuell vorzuziehende und deshalb spontane Aufstiegsfeier ist, dass Trainer Alois Schwartz und seine Spieler (65 Punkte) am Samstag (4. Mai, 14 Uhr) ihre Hausaufgabe gegen die abstiegsbedrohte SG Sonnenhof Großaspach mit drei Punkten lösen.

Des Weiteren müsste der Tabellendritte SV Wehen Wiesbaden (61) bei den Sportfreunden Lotte, die im Kampf um den Klassenerhalt ebenfalls noch jeden Punkt brauchen, verlieren. Und drittens dürfte der Tabellenvierte Hallesche FC (60) sein Heimspiel gegen Münster nicht gewinnen.

„Das werden wir ausblenden“, sagte Alois Schwartz auf diese Überlegungen angesprochen. „Denn das einzige, was wir beeinflussen können, ist unser eigenes Spiel gegen Großaspach. Und das wird ein hartes Stück Arbeit.“ Er, so der KSC-Coach weiter, habe nur ausgerechnet, dass 65 plus drei 68 Punkte ergeben.

Es kann „alles passieren“

Auch Sportdirektor Oliver Kreuzer fordert die volle Konzentration auf das Heimspiel gegen die momentan Viertletzte SG Sonnenhof. „Wir tun gut daran, nicht nach links zu schauen und nicht nach rechts zu schauen. Es geht nur darum, dieses Spiel zu gewinnen.“ Denn im Fußball könne „alles passieren““, so Kreuzer. Obwohl einige Spieler nach dem 2:0 beim TSV 1860 München angeschlagen waren, kann Alois Schwartz personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Auf Marco Thiede, der sich im Stadion an der Grünwalderstraße seine fünfte Gelbe Karte eingehandelt und außerdem eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen hatte, müssen die Wildparkprofis allerdings verzichten.

Wer an Thiedes Stelle rechts hinten in der Viererkette verteidigen soll, ließ Schwartz am Freitag noch offen. „Wir werden Geduld brauchen“, warnt Alois Schwartz. Großaspach verfügt über die viertbeste Abwehr der Liga und ist sozusagen auf Unentschieden spezialisiert. 18mal in 35 Partien hat die SG remis gespielt – achtmal davon auf fremden Plätzen. „Das ist eine richtig gute Mannschaft“, meint auch Oliver Kreuzer.

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Stiefler, Gordon, Pisot, Roßbach – Camoglu, Kobald, Wanitzek, Lorenz – Fink – Pourié.