nach oben
An ihn kommt keiner ran:  Felix Zachmann schirmt den Ball geschickt ab.
An ihn kommt keiner ran: Felix Zachmann schirmt den Ball geschickt ab. © Becker
05.09.2010

Felix Zachmann: Er stopft alle Löcher beim FC Nöttingen

NÖTTINGEN. Wer hätte das gedacht? Nach sieben Spieltagen thront der FC Nöttingen unangefochten an der Tabellenspitze der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg. Besonders bemerkenswert: Das Team von Trainer Michael Wittwer hat erst drei Gegentore kassiert. Das sind 0,42 im Durchschnitt pro Spiel. Das liegt zum einen am sehr sicheren Torhüter Daniel Jilg. Das liegt gewiss auch an der guten Vierer-Abwehrkette mit ihrem Chef Dubravko Kolinger. Es liegt aber auch am Mittelfeld, und hier insbesondere an Felix Zachmann, dem so genannten „Sechser“, dem Mann, der im zentralen defensiven Mittelfeld die Räume eng macht.

„Er war der beste Mann auf dem Platz“, zog Roland Dickgießer, Trainer des FC Astoria Walldorf, am Freitagabend nach der 0:2-Niederlage seiner Mannschaft im Panoramastadion den Hut. Er war es, in der Tat – und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Der unerwartete Höhenflug des FC Nöttingen hat also auch sehr viel mit dem Höhenflug von Felix Zachmann zu tun.

Riss des Außenbandes

Der hoch Gelobte will davon aber nichts wissen. „Fußball ist ein Mannschaftssport“, sagt der 22-Jährige. „Es ist einfach so, dass ich mich derzeit sehr, sehr wohl fühle in Nöttingen.“ Das hat auch viel mit dem neuen Trainer Michael Wittwer zu tun. „Der macht ein super Training. Mir tut es gut, dass wir statt drei jetzt vier Mal pro Woche auf den Platz gehen“, erzählt Zachmann, der zurzeit mit einem Riss des Außenbandes spielt. „Mit einem Tapeverband geht das aber ganz gut.“

Nach dem verdienten 2:0-Sieg (Tore Svjetlanovic und Mössner) gegen den hoch gehandelten FC Walldorf blühen in Remchingen keine Titelträume. „Dafür ist es noch viel zu früh“, wehrt Felix Zachmann ab. „Wir wollen so lange wie möglich oben bleiben, weiter attraktiven Fußball spielen und damit viele Zuschauer ins Stadion locken.“

Richtig voll könnte es schon am Freitag, 17. September, werden. Dann erwartet der FC Nöttingen zum nächsten Topspiel im Panoramastadion den SV Waldhof Mannheim. Vereinschef Dirk Steidl träumt bereits von einem vollen Haus. 3 500 Zuschauer kamen am 11. September 2003, als der SV Waldhof letztmals zu einem Oberliga-Spitzenspiel in Nöttingen aufkreuzte (Endstand 1:1). So viele werden es diesmal wahrscheinlich nicht sein. Vierstellig könnte es schon werden. „Spiele gegen Waldhof sind immer brisant. Auf diese Partie freue ich mich ganz besonders“, sagt Felix Zachmann.