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Geschafft! Die CfR-Spieler freuen sich nach dem 1:0 gegen Sandhausen II über den Klassenerhalt. Foto: PZ-Archiv, Ripberger
Geschafft! Die CfR-Spieler freuen sich nach dem 1:0 gegen Sandhausen II über den Klassenerhalt. Foto: PZ-Archiv, Ripberger
17.05.2018

Finale im BFV-Pokal: Vorfreude beim 1. CfR Pforzheim

Pforzheim. Nach der Pflicht in der Fußball-Oberliga, wo der Klassenerhalt gesichert wurde, folgt für den 1. CfR Pforzheim nun die Kür im badischen Fußballl-Pokal. Fürs BFV-Finale am Montag gegen den Karlsruher SC fällt wohl Stürmer Dominik Salz aus.

Mann oh Mann, was war das für eine Saison für den 1. CfR Pforzheim! Der Fusionsverein wollte in seiner dritten Oberliga-Saison oben mitspielen, fand sich dann aber vorwiegend in der unteren Tabellenregion wieder.

Am Mittwochabend nun machte der CfR beim vorgezogenen Spiel gegen den SV Sandhausen II den Klassenerhalt perfekt. Für den 1:0-Sieg in einer hart umkämpften Partie war Julian Grupp mit seinem Treffer in der 79. Minute verantwortlich. Der Mittelfeldspieler ließ am Ende alle beim CfR jubeln. „Wir sind wahnsinnig erleichtert und froh, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben und nicht noch am letzten Spieltag zittern müssen“, sagt CfR-Coach Gökhan Gökce. Sein Team empfängt am Samstag, 26. Mai, um 15.30 Uhr im Holzhofstadion noch die Neckarsulmer Sport-Union. Dann kann der CfR maximal noch auf 40 Punkte kommen und auf Tabellenplatz zwölf springen.

Rückblickend spricht Gökce von einer „durchwachsenen Saison“. Durch den Umbruch hätte man sich viel erhofft, doch die Ergebnisse stimmten zu Beginn nicht. Gökce folgte auf Trainer Adis Herceg. Danach gab es viele gute Spiele, die teilweise unglücklich verlorengingen. „Unser größtes Problem war die Chancenverwertung“, meint der Pforzheimer Coach. Für die neue Saison soll deshalb in der Offensive nachgerüstet werden.

„Die Mannschaft ist zum Saisonende hin immer mehr zusammengewachsen und hat sich von Verletzungen nicht zurückwerfen lassen“, freut sich CfR-Sportchef Torsten Heinemann. Der Sieg in Sandhausen gegen einen Gegner mit Anleihen aus dem Zweitliga-Kader sei zudem eine „taktische Meisterleistung“ gewesen.

Unschöne Szenen spielten sich dagegen in der 83. Minute ab, als eine Gruppe von Sandhausener „Fans“ auf Familienangehörige von CfR-Spielern losgehen wollten. „Meine Spieler wollten dazwischengehen, zum Glück konnten wir sie beruhigen“, so Gökce. Nach drei Minuten hatten sich die Gemüter auf der Tribüne aber auch wieder beruhigt.

Nach der Partie hielten sich Spieler wie auch deren Angehörige mit überschäumenden Gefühlsausbrüchen zurück. „Wir waren auch platt. Die Spieler körperlich, wir vom Trainerteam mental. Die Englischen Wochen haben doch sehr viel Kraft gekostet“, erklärt Gökce, der froh ist, die Pflicht „Klassenerhalt“ geschafft zu haben, nun freue man sich auf die Kür „Pokalfinale“.

Am heutigen Freitag steht nochmal ein Training an, am Pfingstmontag, 21. Mai, geht es dann beim „Tag der Amateure“ um 12.30 Uhr im Nöttinger Panoramastadion gegen den Karlsruher SC, der jedoch nicht mit seinem Drittligateam antreten wird, da dieses am Dienstag das Relegationsrückspiel gegen Aue bestreitet. „Wir kommen mit der zweiten Mannschaft und werden diese mit A-Junioren-Spieler auffüllen“, gibt KSC-Sportchef Oliver Kreuzer gegenüber der PZ bekannt.

Der CfR wird aber auch nicht mit seiner besten Formation auflaufen können. Torhüter Manuel Salz (wieder im Training nach Innenbandverletzung) Kushtrim Lushtaku (Innenbandverletzung), Tim Schwaiger (Fußentzündung) und der langzeitverletzte Eldin Hadzic (muskuläre Probleme) fallen definitiv aus. Die Einsatzchancen des an der Wade verletzten Angreifers Dominik Salz sieht Gökce bei „30 bis 40 Prozent“.

„Wir freuen uns auf das Spiel. Die Jungs werden sich voll reinhängen“, weiß Torsten Heinemann. Und Gökce fügt hinzu: „Nach dem Klassenerhalt haben wir den Kopf frei. Das kann im Finale entscheidend sein.“