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An der Anfeuerung vom Streckenrand fehlte es nicht, als die Lauf-geht’s-Teilnehmer im Enzauenpark am Sonntag endlich ihre Runden drehen konnten.  Foto: Tilo Keller 

Finale von „Lauf geht’s“ im Enzauenpark: Wenn es am Ende nur Sieger gibt

Pforzheim. In sechs Monaten fit sein für einen Halbmarathon. So lautete das Versprechen der Lauf-geht’s-Organisatoren unter der Regie der „Pforzheimer Zeitung“. Am vergangenen Sonntag war es soweit. Endlich, muss man sagen, denn auch der Schar der Läuferinnen und Läufer machte die Corona-Pandemie so manchen Strich durch die Rechnung. Das große Finale ging im Enzauenpark über die Bühne – bei optimalen Bedingungen: Sonnenschein, Windstille und angenehme Temperaturen.

„Es ist heute alles gut gelaufen, das Wetter war ja der Wahnsinn. Lauf geht’s war auch eine Frischzellenkur für unseren Lauftreff in Neulingen.“

Michael Wagner, Lauftreffleiter TV Neulingen.

Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen – inklusive der Coaches der Lauftreffs (LC 80 Pforzheim, TV Kieselbronn, TV Neulingen und Gengenbachtal) – auf eine rund fünf Kilometer lange Schleife Richtung Eutingen. Start und Ziel war die große Freifläche am Ende der Robert-Bauer-Straße.

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Finale von „Lauf geht’s“ im Enzauenpark

„Ich bin froh, dass wir trotz Corona noch so einen schönen Abschluss anbieten konnten.“

Wolfgang Aab, Lauftreff-Leiter LC 80 Pforzheim.

Das eigentlich anvisierte Finale, der Halbmarathon in Karlsruhe am 20. September, fiel ebenso der Corona-Pandemie zu Opfer wie der Ersatztermin, der Halbmarathon im Bottwartal, der am vergangenen Sonntag über die Bühne gehen sollte. „Wir sind froh, dass wir heute dieses Finale in Pforzheim anbieten können. Wer weiß, wie es in einer Woche aussieht“, sagte Wolfgang Aab vom LC 80 Pforzheim, der die Veranstaltung im Enzauenpark vorbildlich organisiert hatte, angesichts wieder stark steigender Corona-Zahlen.

„Die letzten zwei Kilometer waren hart, sonst ist es aber super gelaufen. Ich werde auf jeden Fall dabei bleiben.“

Burgis Bossert (63) vom Lauftreff des TV Neulingen.

Läuferinnen und Läufer gingen ab 11 Uhr in Zeitabständen von zehn Minuten in kleinen Gruppen auf die Strecke entlang der Enz. Um 12.20 Uhr waren alle unterwegs, die meisten (rund 90) nahmen den Halbmarathon (21,1 Kilometer) in Angriff. Wem das zu lang war, der durfte auch über zehn oder 15 Kilometer ran.

Überall glückliche Gesichter

Als Erste kam um 13.00 Uhr Sonja Kaminski aus Pforzheim ins Ziel. Sie war zehn Kilometer in 1:08 Stunden gelaufen.

„Der Halbmarathon war mir heute noch zu lang. Mein nächstes Ziel ist jetzt aber ein Halbmarathon.“

Sonja Kaminski aus Pforzheim, die über zehn Kilometer als Erste ins Ziel kam.

Nach und nach trudelten die Teilnehmer, die von Coaches aus den Lauftreffs begleitet wurden, über den Zielstrich. Alle glücklich, es geschafft zu haben und deshalb mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht. Im Zielbereich hatten sich auch Freunde und Familien-Angehörige versammelt und feuerten die Sportlerinnen und Sportler lautstark an.

„Durch Lauf geht’s habe ich jetzt wieder angefangen zu laufen. 1:53 Stunden sind persönliche Bestzeit – weil es mein erster Halbmarathon war.“

Dirk Hemminger (49) vom Lauftreff des TV Kieselbronn.

Schnellste über 15 Kilometer war Sandra Apel vom Lauftreff Gengenbachtal mit 1:48,44 Stunden. Sieger waren an diesem Tag aber alle. Am glücklichsten waren natürlich die Finisher des Halbmarathons. Die gelaufene Zeit spielte dabei keine Rolle. Dennoch durfte sich am Ende Torben Gentz vom Lauftreff des LC 80 bei den Männern über die schnellste Zeit von 1:50,42 Stunden freuen. Ihm am nächsten kam Wolfgang Abt vom Lauftreff Gengenbachtal (1:50,57). Schneller unterwegs waren in der Spitze allerdings die Frauen. Hier siegte Pia Hilscher (1:48,32) vor Claudia Ahlhaus (1:48,43, beide Gengenbachtal).

„Meine Frau und ich haben durch Lauf geht’s Spaß und Freude am Laufen gefunden. Wir wollen auf jeden Fall weiter laufen.“

Hans Rehklau (57) vom Lauftreff Kieselbronn.