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Freude über den ersten Heimsieg: Torschütze Dirk Prediger (vorne in der Mitte) wird beim 3:0 gegen Villingen von Mosa El Arkoubi, Sebastian Rutz und Marco Bornhauser (von links) ausgiebig geherzt.  Gössele
Freude über den ersten Heimsieg: Torschütze Dirk Prediger (vorne in der Mitte) wird beim 3:0 gegen Villingen von Mosa El Arkoubi, Sebastian Rutz und Marco Bornhauser (von links) ausgiebig geherzt. Gössele
21.09.2015

Formkurve zeigt beim CfR nach oben: Team heiß auf den SSV Reutlingen

Der Blick auf die Tabelle sieht doch gleich mal viel freundlicher aus. Nach dem überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen den FC Villingen hat sich der 1. CfR Pforzheim im Oberliga-Tableau um einige Plätze auf Rang elf verbessert.

Und am Dienstag könnte es gleich noch weiter aufwärts gehen, wenn der Aufsteiger im Nachholspiel (18.00 Uhr/Holzhofstadion) auch gegen den SSV Reutlingen punktet. „Am Dienstag wieder drei Punkte, dann ist die Welt in Ordnung“, hatte Trainer Teo Rus bereits am Samstag nach dem Erfolg gegen Villingen gesagt.

Es scheint, als sei der Aufsteiger jetzt in der Oberliga angekommen. Der Vorsitzende Markus Geiser hat die unnötige Heimniederlage gegen den FSV Hollenbach als Zäsur ausgemacht. „Seither ist das Training anders. Dass wir physisch und spielerisch stark sind, wissen wird. Jetzt zeigen wir das auch im Training und im Spiel.“

So, wie bei der ganzen Mannschaft die Formkurve nach oben zeigt, so zeigt sie auch bei Dirk Prediger steil aufwärts. Gegen Villingen glänzte der kleine Dribbler als ständiger Unruheherd auf der linken Angriffsseite und als zweifacher Torschütze. Auch hier hat Geiser die passende Erklärung parat: „Dirk hat sich vergangene Saison in der Relegation verletzt. Das hat sich bis in die Vorbereitung auf die neue Saison ausgewirkt. Jetzt wird er wieder stärker.“

Und Geiser sieht seinen wendigen Angreifer „noch nicht bei 100 Prozent“. Das kann man auch als Warnung an die Konkurrenz verstehen. Prediger selbst würde nichts lieber tun, als heute gleich gegen Reutlingen nachlegen. Doch zugleich warnt er davor, den ersten Heimsieg auf dem Holzhof überzubewerten. „Bei meinem ersten Tor hatte ich auch Glück, dass mir im Zweikampf der Ball nach einem Pressschlag vor die Füße gefallen ist“, sagt der 28-Jährige. Zudem sei Villingen auch nicht ganz so stark gewesen wie Ravensburg und Hollenbach, gegen die man die ersten beiden Spiele daheim verloren hatte.

Chancenlos war der CfR aber auch bei diesen beiden Begegnungen nicht gewesen – und so darf man sich auch gegen Reutlingen etwas ausrechnen. Der schwäbische Club, mit dem sich in früheren Jahren der 1. FC Pforzheim große Duelle geliefert hat – so wie das Entscheidungsspiel um den Oberliga-Meistertitel 1989 in Heilbronn – hat zwar schon zehn Punkte auf dem Konto. Neun davon hat das SSV-Team allerdings im heimischen Stadion an der Kreuzeiche geholt, wo auch Zweitligist Karlsruher SC in der ersten Runde des DFB-Pokals 3:1 besiegt wurde. Dreifacher Torschütze dabei war Giuseppe Ricciardi, in der Region noch aus seiner Zeit beim FC Nöttingen bestens bekannt.

Beim CfR wird Teo Rus heute wahrscheinlich erneut die Erfolgself vom vergangenen Samstag aufbieten. Spielmacher Dragan Paljic hat sich nach seiner Magen-Darm-Erkrankung zwar zurückgemeldet, ist aber noch etwas geschwächt. Und einen solchen Mann später von der Bank bringen zu können, ist ja auch eine vielversprechende Option.