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Symbolbild dpa

Frauen vom Drittligist TG 88 Pforzheim wollen noch einmal alles geben

Pforzheim. Mit dem Relegationsspiel um den Ligaerhalt in der 3. Handball-Bundesliga der Frauen zwischen VTE Netphen und der TG 88 Pforzheim wird am Sonntag (17.00 Uhr in der Gymnasium Sporthalle in Netphen) die letzte Begegnung der Saison 2018/2019 für eine Mannschaft des Handballkreises Pforzheim angepfiffen.

Vermutlich auch die letzte Begegnung für die Pforzheimerinnen als Drittligist. Denn nach der 26:28-Heimniederlage gegen die TSG Ober-Eschbach sind die Aussichten der 88er, den Sieger der Dreier-Relegation der Tabellenzehnten aus Ost-, West und Südgruppe zu stellen und damit den Klassenerhalt zu erreichen, doch sehr gering.

Trotzdem will die TG 88 Pforzheim alles versuchen, in Netphen den Sieger zu stellen. Die Karten, die die Goldstädterinnen halten, sind nicht so schlecht, denn die Gastgeberinnen scheinen nicht in Tritt. Nur zwei Pluspunkte aus elf Ligaspielen im Jahre 2019 lassen diesen Schluss zu. Vor allem im Angriff scheinen Desiree Kolasinac und ihre Mitstreiterinnen bei saisonübergreifend 670 Einschüssen gegenüber deren 475 von Netphen Vorteile zu haben.

Bei den 88erinnen hat sich der Kater über den Spielverlust erst mit Abstand zum Spiel gegen Ober-Eschbach so richtig eingestellt. Die Aufgabe war auch ohne die verletzte Dina Bergame-Versakova lösbar. Vor allem die als Notnagel eingesprungene Maylin Kaiser war neben Torfrau Claire Bäcker und Desiree Kolasinac ein Pluspunkt.

Die 88er sollten am Sonntag auf jeden Fall noch einmal an die Leistungsgrenze gehen, um das Spiel zu gewinnen. Es liegen derzeit zwar keine Indizien vor, dass sich auch der Zweite des Relegationsturniers noch die 3. Bundesliga sichern kann, es wäre aber nicht das erste Mal im Frauenhandball, dass einer der 56 Drittbundesligisten kurzfristig noch die Mannschaft zurückzieht (bis 30. Juni ist das möglich).