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Bei der Auftaktniederlage der TG 88 war Desiree Kolasinac noch einer der Lichtblicke (links Ina Bühl vom zweiten Team der TSG Ketsch). Foto: Ripberger
Bei der Auftaktniederlage der TG 88 war Desiree Kolasinac noch einer der Lichtblicke (links Ina Bühl vom zweiten Team der TSG Ketsch). Foto: Ripberger
16.09.2018

Frauen-Handball: Ernüchternde Heimpleite für TG 88 Pforzheim

Pforzheim. Es war ernüchternd wie der Drittliga-Rückkehrer TG 88 Pforzheim am Samstagabend vom jungen Perspektiv-Team der TSG Ketsch auf den Boden der Tatsachen geholt wurde. Mit 23:37 unterlag das Team von Trainer Matthias Schickle.

Ein ganz steiniger Weg steht dem Wiederaufsteiger bevor. Sowohl mit ihren Kombinationen, im schnellen Spiel nach vorn als auch im Abschluss stellten sich die „Jungbären“ aus Ketsch als die eindeutig den Spielverlauf bestimmende Vertretung vor. Selbst die Torfrau der Kurpfälzerinnen war eine Klasse für sich. Fünf Bälle, darunter zwei richtig schwer zu haltende, hatte sie bereits pariert, ehe Annika Henschel nach sieben Spielminuten vom Siebenmeterstrich den ersten Saisontreffer der TG 88 erzielte.

Schon zur Pause klar hinten

Danach eine Phase, in der vor allem eine von der Kreismitte dreimal erfolgreiche Valerie Steinhauser ihre Farben auf Schlagdistanz hielt. Als Neuzugang Desiree Kolasinac, die einer der wenigen Lichtblicke war, in Minute 23 nach 7:11-Rückstand mit einem Doppelschlag auf zwei Treffer verkürzte, schien es sogar möglich, dass die Pforzheimerinnen noch ins Spiel finden. Schwache und auch glücklose Abschlüsse, vor allem von den Außenpositionen, deuteten dann aber bereits beim 11:16-Pausenstand darauf hin, dass das Punktepaar an Ketsch II gehen würde.

Nach dem Wechsel war die Messe dann schnell gelesen. Da die Rückwärtsbewegung der TG 88 überhaupt nicht stimmte, baute Ketsch II den Vorsprung bis zur 45. Minute auf zehn Treffer aus. Statt im Zeichen der sich abzeichnenden Niederlage etwas auf die Bremse zu treten und das Augenmerk auf Ballsicherung zu richten, liefen die Gastgeberinnen dann in der Schlussviertelstunde den läuferisch überlegenen Gästen bis zum 23:37-Abpfiff voll ins Messer.

Es wäre sicher falsch, das Pforzheimer Team nach der Auftaktklatsche zu verteufeln. In der Mannschaft steckt zweifelsohne Potenzial, dies gilt vor allem für den Rückraum, in dem Rückkehrerin Kolasinac und Dina Bergame-Versakova schon am Samstag Durchschlagskraft und Treffsicherheit bewiesen. Was freilich schnell verbessert werden muss, ist das Kombinationspiel im Angriff, damit auch Anika Henschel ihr Pfund, die Wurfkraft, einbringen kann.