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Immer gut frisiert auf und neben dem Platz: Spitzenfußballer Vincenzo Grifo. Kein Wunder, seine Frau ist Friseurin.  Foto: Uwe Anspach/dpa 

Friseurhandwerk beklagt Topfrisuren der Fußballprofis - Vincenzo Grifo ist aber fein raus

Düsseldorf. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat in einem offenen Brief an den DFB seinen Unmut über frischfrisierte Fußballprofis geäußert. In dem an DFB-Präsident Fritz Keller gerichteten Schreiben heißt es: „Mit großer Verwunderung mussten wir an den vergangenen Spieltagen feststellen, dass ein Großteil der Fußballprofis sich mit frischgeschnittenen Haaren auf dem Platz präsentierte: Einrasierte Scheitel, auf wenige Millimeter getrimmtes Nacken- und Schläfenhaar, saubere Konturen. Frisuren, die nur professionelle Friseurinnen und Friseure mit Profi-Equipment schneiden können.“

Es gibt aber auch Profis, die immer gut frisiert sind, die auch mutig Neues bei den Frisuren wagen, die quasi Vorbilder für das Friseur-Zentralverband sein könnten. Einer davon kommt aus Pforzheim, hat hier bei verschiedenen Clubs gespielt, geht aktuell für den SC Freiburg und die italienische Nationalmannschaft auf Torejagd. Und er steht nicht im Verdacht, die Corona-Schutzregeln zu umgehen. Fußball-Profi Vincenzo Grifo ist bei diesem Fußballer-Frisuren-Thema nämlich fein raus. Seine Frau Vanessa ist Friseurin.

Unterdessen erklärt der Zentralverband, dass mit den frisch gepflegten Frisuren der Profis eine ganze Branche unter Druck gesetzt geworden sei. „Viele Friseurbetriebe sind in ihrer Existenz bedroht, Beschäftigte und Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber müssen derzeit .... ganz ohne Einkommen zurechtkommen. Der Unmut gegenüber topgestylten Fußballern, und in der Folge Kundenanrufen, die zu Schwarzarbeit und Regelverstößen wie Hausbesuchen überreden wollen, wächst“, heißt es weiter in dem offenen Brief.