Mit 13 Toren bester TGS-Werfer: Florian Taafel.  Foto: Becker
Mit 13 Toren bester TGS-Werfer: Florian Taafel. Foto: Becker

Fünf Minuten geschlafen

grosssachsen Innerhalb von nur fünf Minuten nach der Pause vergaben die Handballer des Oberligisten TGS Pforzheim all ihre Chancen, Zählbares im zweiten Saisonspiel beim TV Großsachsen auf ihr Punktekonto verbuchen zu können. Am Ende unterlag man knapp mit 28:30.

Dabei begann die Partie für das Team von Trainer Hans Christensen recht vielversprechend beim Drittliga-Absteiger. So lag man in einer ausgeglichenen ersten Hälfte lange Zeit sogar mit ein, zwei Toren in Front, bis kurz vor dem Halbzeitpfiff das Team um Großsachsens gefährlichsten Angreifer Thomas Zahn, der insgesamt neun Tore erzielte, mit 12:10 in Front ging.

Starke Defensive

Während die TGS-Defensive in den ersten 30 Minuten einen durchaus sicheren Eindruck machte und auch Jonathan Binder zu gefallen wusste, unterliefen den Angreifern mehrere leichte Fehler, die die Hausherren zu schnellen und erfolgreichen Tempogegenstößen nutzten. Belebendes Element war in Hälfte eins der für Oliver Koziol auf die Kreisläuferposition eingewechselte Christian Streichsbier, der von Florian Taafel in gewohnter Manier bedient wurde und in kürzester Zeit gleich dreimal erfolgreich war.

Nicht kleinlich waren die beiden Unparteiischen bei der Vergabe von Siebenmetern. Neun waren es für jeweils beide Mannschaften, von denen die Hausherren die ersten drei allesamt vergaben. Unkonzentriert und ohne Biss verliefen dann die besagten ersten fünf Spielminuten in Hälfte zwei, so dass Christensen schon in der 35. Spielminute beim Stande von 17:11 für die Hausherren eine Auszeit nehmen musste. Dieser Sechs- Tore-Vorsprung war dann wohl auch spielentscheidend, denn die Hausherren hielten bis Mitte der zweiten Hälfte die TGS immer mit fünf, sechs Toren auf Distanz. Zu große Lücken im Abwehrverbund ermöglichten den Gastgebern immer wieder beste Chancen und die zahlreich gepfiffenen Strafwürfe verwandelte dann Marius Jörres allesamt sicher.

Von seiner bekannt starken kämpferischen Seite präsentierte sich dann aber das Team um Florian Taafel in den letzten 15 Minuten. Der Vorsprung der Hausherren schmolz auf 22:19, Großsachsen zog noch mal auf 26:21 davon, doch die TGS ließ nicht locker und es war immer wieder die linke Angriffsseite mit Hagen Körner und Florian Taafel, die entschlossen und erfolgreich den Abschluss suchte und die TGS bis auf 28:26 heranbrachte. Als dann knapp zwei Minuten vor dem Ende Großsachsen mit 30:27 in Front ging, war die Partie entschieden und es blieb Florian Taafel vorbehalten, mit seinem 13. Treffer den 30:28- Endstand zu markieren. wt

TGS Pforzheim: Binder, Ludwig – Körner 6, Streichsbier 3, Taafel 13/5, Müller 4/2, Meiniger, Kaiser, Althuon, Koziol, Kusterer, Sydorchuk 2, Zergon