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Überzeugender Auftritt: Frederik Zergon (rechts) steuerte erneut fünf Tore zum Pforzheimer Erfolg bei. Becker/PZ-Archiv 

Fünfter Streich: TGS Pforzheim siegt auch in Kenzingen

Pforzheim. Die TGS Pforzheim beißt sich immer mehr in der Spitzengruppe der Handball-Oberliga fest. Das Team von Trainer Hans Christensen landete mit dem 29:26(13:9) beim TB Kenzingen den fünften Sieg in Serie.

In einem vom Kampf geprägten Spiel übernahm die TGS von Anfang an das Kommando und spielte gegen die sehr offensiv und aggressiv verteidigenden Kenzinger geduldig ihre Chancen heraus. Die etwas defensiver agierende Pforzheimer Abwehr stand allerdings sehr sicher und ließ in der ersten Viertelstunde nur drei Gegentore zu. So spiegelt der Pausenstand (9:13) vor allem die gute Abwehrarbeit beider Teams wider. Die Pforzheimer Angriffe waren allerdings einen Tick strukturierter angelegt. Vor allem Rechtsaußen Frederik Zergon (5) konnte erneut auf sich aufmerksam machen.

Zunehmend hektisch entwickelte sich das Spiel in den zweiten 30 Spielminuten. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte standen bei den Rot-Weißen nach Zweiminutenstrafen gerade noch drei Mann auf dem Spielfeld, doch konnten die Gäste auch in dieser kritischen Phase ihren Vorsprung verteidigen und diesen sogar bis zur 44. Spielminute auf 23:17 ausbauen. Allerdings hatten die TGSler gegen die oft ungestüm angreifenden und nie aufgebenden Kenzinger alle Hände voll zu tun und mussten allein in Hälfte zwei sechs Zeitstrafen absitzen.

Als in der 51. Spielminute Kenzingens Florian Traxler Pforzheims Torjäger Florian Taafel mit einem Schlag ins Gesicht niederstreckte und dafür Rot sah, schien beim Spielstand von 19:25 der fünfte Sieg in Folge für den Pforzheimer Tabellenvierten nicht mehr in Gefahr zu kommen. Doch beflügelte diese Aktion eher die Gastgeber und es war vor allem die rechte Angriffseite mit dem Slowaken Jaroslav Dusek und Niklas Pommeranz, die ihr Team mit 23:25 wieder auf Schlagdistanz brachten.

Auf Taafel war Verlass

Bei Pforzheim war aber einmal mehr Verlass auf Florian Taafel, der auch in dieser kritischen Phase Strafwürfe sicher verwandelte und bei Bedarf auch aus dem Rückraum traf. Mit dem letztlich sicheren und ebenso verdienten 29:26-Sieg der TGS stellte die Mannschaft von Hans Christensen, der mit zwei Kurzeinsätzen sein Debüt als Spieler im TGS-Trikot gab, ihre gute körperliche und psychische Verfassung erneut unter Beweis. Man darf gespannt sein, wie die TGS die durchaus machbaren Aufgaben am kommenden Wochenende im Benckiserpark gegen Langenau und drei Tage später in Kornwestheim löst, ehe dann am 12. November die Reserve der Rhein-Neckar-Löwen in Pforzheim zu Gast ist. wt

TGS Pforzheim: Binder, Ludwig – Körner 3, Streichsbier 2, Taafel11/5, Müller 4, Meiniger, Christensen 1, Kaiser 2, Althuon, Koziol, Kusterer 1, Sydorchuk, Zergon 5

Strafzeiten: Kenzingen 10, TGS 8 –Strafwürfe: Kenzingen 8/7, TGS 6/5