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Völlig entspannt im spannenden Ligaendspurt: Nöttingens Trainer Michael Wittwer.  Foto: PZ-Archiv, Ripberger 

Für den FC Nöttingen geht's daheim gegen Göppingen um wichtige Punkte

Pforzheim. Michael Wittwer hat die Ruhe weg. Mit seinen 52 Jahren hat der ehemalige Profi des Karlsruher SC ja auch schon einiges erlebt. In Hektik verfällt der Trainer des FC Nöttingen da schon lange nicht mehr. Auch wenn es in der oberen Tabellenregion der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg derzeit recht turbulent zugeht.

Die Stuttgarter Kickers patzten zuletzt gegen Ravensburg (4:4), Freiberg ließ beim 2:2 gegen den 1. CfR Pforzheim Federn. Die Spitze ist somit wieder etwas enger zusammengerückt. Und dadurch ist auch der FC Nöttingen plötzlich wieder im Rennen – vorwiegend um Platz zwei. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den Bahlinger SC, der 59 Zähler auf dem Konto hat. Vier Spieltage stehen noch aus, wobei Nöttingen auch noch in zwei Wochen gegen Bahlingen ran muss. Die weiteren Aufgaben scheinen machbar: am vorletzten Spieltag geht’s daheim gegen den derzeitigen Tabellenvorletzten Normannia Gmünd, am letzten Spieltag (Do, 30. Mai) dann nach Neckarsulm (10.).

Tabellennachbar

Erst einmal steht aber das Heimspiel am Samstag um 14 Uhr gegen den Göppinger SV an. Die Gäste liegen drei Punkte hinter Nöttingen auf Platz sieben. Ein Platz, mit dem sie am Ende der Saison mehr als zufrieden sein könnten.

Die Nöttinger hingegen haben die Runde noch lange nicht abgehakt. Platz zwei ist noch in Reichweite. Auf Rechenspiele lässt sich Michael Wittwer aber nicht ein. „Nicht rechnen, einfach spielen“, sagt er nur. Ohne Druck geht’s auch meistens leichter. So wie am Mittwoch beim 5:2-Sieg in Oberachern. Überragend beim 15. Saisonsieg war Ernesto de Santis, der gleich dreimal traf und sein Torekonto in dieser Runde auf zehn Treffer schraubte. Im 4-3-3-System fühlt sich der italienische Stürmer sichtlich wohl. „Er macht tolle Laufwege und arbeitet viel. Dafür wird er auch belohnt“, freut sich Michael Wittwer über die Leistungsexplosion des 24-Jährigen. Gerne darf dieser auch im Heimspiel gegen Göppingen wieder knipsen. Auf der anderen Seite muss die Nöttinger Defensive aber den Aktionsradius von Kevin Dicklhuber einengen. Der GSV-Angreifer hat in 27 Spielen schon 22-mal getroffen und belegt im Oberliga-Torjäger-Ranking hinter Freibergs Marcel Sökler (29 Tore in 30 Spielen) Platz zwei.

Kolbe wieder im Kader?

Nach dem 5:2 am Mittwoch hat Michael Wittwer keinen Grund seine Startelf zu verändern. Allerdings könnte Niklas Kolbe, der am Dienstag wieder mit dem Team trainierte, nach seiner Knieverletzung wieder in den Kader rücken.

Das Hinspiel in Göppingen endete 2:2, diesmal will der FCN aber alle drei Punkte im Panoramastadion behalten. Dafür hoffen die Lilahemden auf die Torgefährlichkeit von Ernesto de Santis und natürlich auf die Ruhe von Trainer Michael Wittwer.