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Im Abstiegskampf muss die SG Pforzheim/Eutingen die Kurve kriegen. Trainer Hans Christensen (Mitte) ist auch als Motivator gefordert. Gössele, PZ-Archiv 

Für die SG Pforzheim zählt nur der Sieg

Pforzheim. In der Handball-Oberliga Baden-Württemberg beschließen die beiden Pforzheimer Mannschaften an diesem Wochenende sowohl die Vorrunde als auch das Sportjahr 2012, das unterschiedlicher nicht hätte verlaufen können. Während man bei der TGS Pforzheim im Stimmungshoch in den Jahreswechsel feiern kann, droht der SG Pforzheim/Eutingen ernsthaft das Abrutschen in die Badenliga, was im Hinblick auf die herausragende Jugendarbeit, die in der Konrad-Adenauer-Halle betrieben wird, fast schon einer Katastrophe gleichkommen würde.

Aus der Hausaufgabe gegen Altenheim muss nach sieben Spielen ohne Sieg für die Truppe von Hans Christensen unbedingt ein Erfolg verbucht werden. Nimmt man den bisherigen Saisonverlauf als Messlatte, müsste der Vergleich mit dem Aufsteiger erfolgreich bestritten werden können, denn die Südbadener sind eine typische Heimmannschaft, die 12 ihrer bisher 14 Punkte vor dem eigenen Anhang eingespielt haben. Freilich ist es für die Mannen um Manuel Mönch derzeit ganz schwierig, die Kurve zu bekommen. Die Mannschaft ist auf den Abstiegskampf nicht vorbereitet und muss jetzt aufgerüttelt werden, bevor sich die Situation noch weiter verschärft.

Die TGS Pforzheim bekommt zum Abschluss der Vorrunde bei der TSG Söflingen noch einmal einen dicken Brocken vorgesetzt. Söflingen ist als Absteiger aus der 3. Liga mit dem Ziel sofortiger Wiederaufstieg angetreten. Nachdem dieses Vorhaben bei bei 18:10 Punkten bereits zur Rundenmitte abgeschrieben werden muss, werden die Ulmer alles daran setzen, gegen den Ligaprimus wenigstens einen Prestigeerfolg zu verbuchen. Die Chancen der Turngesellen, die Vorrunde mit weißer Weste zu beenden, stehen aber dennoch günstig, weil die Mannschaft gerade gegen die stärkeren Gegner die besseren Leistungen abrufen kann.

Tipps über das Leistungsvermögen des Gegners kann Damir Lebovic sicher von Sven Kaiser erhalten. Sein Spielmacher hat zwar bei Langenau/Elchingen und damit bei der Söflinger Lokalkonkurrenz gespielt, verfolgt aber das Handballgeschehen in der Ulmer Ecke nach wie vor akribisch.

Auch für die in der Badenliga auflaufende zweite Mannschaft der SG Pforzheim/Eutingen setzte es zuletzt nur noch Niederlagen. Beim Aufsteiger und Schlusslicht TSV Rintheim/Weingarten/Grötzingen soll am Samstag nach vier Niederlagen in Folge wieder einmal ein positiver Spielverlauf gemeldet werden.

Der HC Neuenbürg hat sich mit dem Sieg über Rintheim vom größten Druck befreit. Erst recht locker in die Weihnachtspause könnten die Buchberger aber dann gehen, wenn sie beim Kellerkind SG St. Leon/Reilingen auch noch punkten.

In der Landesliga wird nur noch viermal um Punkte gespielt. Mit dabei ist Tabellenführer TV Ispringen, der als Gastgeber der SG Heidelsheim/Helmsheim keine Probleme bekommen sollte. Ein Sieg über die Bruchsaler würde auch die Halbzeitmeisterschaft sichern.

Die TGS Pforzheim II kann nach dem Sieg gegen Durlach ohne großen Druck beim TV Büchenau auflaufen. An der Favoritenstellung des Gastgebers aus der Hardt ändert dies aber nichts.

Topspiel bei den Frauen

In der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen steigt am Samstag im Spiel zwischen dem Tabellenzweiten TV Lahr und Spitzenreiter HSG Pforzheim ein Endspiel um die Halbzeitmeisterschaft. Für die HSG ein ganz schweres Unterfangen, denn Lahr hat in dieser Runde bei sieben Auftritten nur der HSG Mannheim einen Teilerfolg zugelassen. Gefordert ist bei diesem Vergleich vor allem die Abwehr der Pforzheimerinnen, denn Lahr stellte bisher die durchschlagskräftigste Angriffsreihe der Oberliga.