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Für eine Nacht Tabellenführer: TGS Pforzheim gewinnt in Hochdorf

Hochdorf. Deutlich einfacher als erwartet war für die TGS Pforzheim die Aufgabe beim Auswärtsspiel in Hochdorf. Ohne die verletzten Florian Taafel, Martin Kienzle und Jonathan Binder durfte der Handball-Drittligist gespannt sein, wie das neu formierte Team bei den heimstarken Pfälzern bestehen würde.

Felipe Soteras-Merz übernahm die Rolle des Spielmachers, Evgeni Prasolov spielte auf der halblinken Königsposition und nach wenigen Minuten wurde klar, dass diese Aufstellung vorzüglich funktionierte.

Die zahlreich mitgereisten TGS-Fans rieben sich nach 15 Spielminuten beim Blick auf die Anzeigetafel verwundert die Augen, als ihr Team mit 9:2 in Front lag und bereits zu diesem Zeitpunkt schon eine kleine Vorentscheidung gefallen war. Äußerst schwer taten sich die Hausherren gegen die vorzüglich arbeitende 5:1-Abwehr der Gäste. Immer wenn die Spieler um Ex-Bundesligaspieler Steffen Bühler Druck auf die Abwehr der Rot-Weißen aufbauen wollten, war Felipe Soteras-Merz auf der vorgezogenen Position zur Stelle und unterbrach den Sturmlauf der Hochdorfer. Was dann doch noch aufs Tor kam, war eine sichere Beute des erneut stark haltenden Daniel Sdunek im TGS-Tor.

Mit einer 13:7-Führung gingen die Jungs von Trainer Andrej Klimovets in die Kabine. Und wie die Feuerwehr legten sie nach der Pause wieder los. Vor allem der wurfstarke Filip Prsa baute den Vorsprung auf zehn Tore (37. Minute) zum 19:9 aus. Nun kam die stärkste Phase der Pfälzer, die sich in den darauffolgenden zehn Minuten bis auf 16:21 herankämpfen konnten.

Nach einer Auszeit von Klimovets ging die TGS wieder konzentrierter zu Werke und ließ bis zum Schlusspfiff nichts mehr anbrenne. Mehr als Ergebniskosmetik in den letzten Minuten ließen die Pforzheimer beim Endstand von 29:25 nicht zu.Die Pforzheimer übernahmen für eine Nacht die Tabellenführung. Doch am Sonntag siegte Balingen und zog somit wieder an der TGS vorbei.

„Wie souverän und selbstsicher unsere Mannschaft in Hochdorf auftrat, hat mich freudig überrascht“, meinte Wolfgang Taafel, der Sportliche Leiter der TSG, nach der Partie. „Insbesondere Felipe Soteras-Merz fühlte sich in seiner Aufgabe als Mittelmann sichtlich wohl und übernahm Verantwortung wie in seinen besten Zeiten als Spieler in Herrenberg. Dass auch Filip Prsa immer torgefährlicher wird und dadurch natürlich sein Selbstvertrauen gestärkt wird, lässt mich zuversichtlich in die Zukunft blicken.“