nach oben
Immer wieder ist Florian Taafel seinen Kornwestheimer Gegenspielern enteilt, doch zum Punktgewinn reichte es nicht. Foto: PZ-Archiv/Hennrich
Immer wieder ist Florian Taafel seinen Kornwestheimer Gegenspielern enteilt, doch zum Punktgewinn reichte es nicht. Foto: PZ-Archiv/Hennrich
14.01.2018

Für starken Auftritt nicht belohnt: TGS Pforzheim verliert 28:29 in Kornwestheim

Pforzheim. Die Enttäuschung war riesig. Da hatten die Handballer der TGS Pforzheim in der 3. Liga beim Tabellenführer Salamader Kornwestheim trotz großer Personalprobleme eine großartige Partie und einen großen Kampf abgeliefert, standen aber nach dem 28:29 (15:16) mit leeren Händen da.

„Der Stachel sitzt tief. Hätten wir schlecht gespielt, wäre es wohl einfacher zu verkraften gewesen“, sagt Kapitän Florian Taafel, der mit 13 Toren einmal mehr bester Werfer seines Teams war.

Auch von den Verantwortlichen des Gegners gab es Anerkennung: Die TGS habe mindestens einen Punkt verdient gehabt. Dass es den nicht gab, dafür sah Florian Taafel einen Teil der Verantwortung bei den Unparteiischen. „Wir hatten in den letzten zehn Minuten drei Zeitstrafen, von denen für mich zwei fraglich waren. Und am Ende gab es zu viele enge Entscheidungen gegen uns“, so der TGS-Torjäger.

Weil mit Maris Versakovs (Lehrgang bei der litauischen Nationalmannschaft) ein weiterer Rückraumspieler ausfiel, stand Evgeni Prasolov bei seiner Rückkehr nach einer Schulterverletzung lange auf dem Parkett. Verständlich, dass der Routinier die Torgefährlichkeit noch vermissen ließ. Auch Markus Bujotzek feierte nach einer Schulterverletzung ein Comeback und spielte vorwiegend in der Abwehr.

Es war von Beginn an eine enge Partie. Meist führte die TGS, die einen großen Teil der ersten Halbzeit diktierte, zur Pause aber 15:16 hinten lag. Danach übernahmen die Pforzheimer aber erneut das Kommando und schafften beim 23:20 durch Florian Taafel nach 41 Minuten die höchste Führung der gesamten Partie. Dann aber kämpften sich die Kornwestheimer gegen die durch Zeitstrafen immer wieder geschwächten Gäste heran und gingen vorentscheidend mit 29:27 in Führung, als die TGS nur mit vier Feldspielern auf dem Parkett stand. In der Folge ließ Taafel eine Siebenmeterchance aus, ehe er kurz darauf noch einmal verkürzte. Zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.