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FC Nöttingen

Eray Gür eröffnete den Torreigen mit seinem Treffer zum 1:0. Der FCN war gegen Reutlingen immer einen Tick schneller. Foto: Eibner
Eray Gür eröffnete den Torreigen mit seinem Treffer zum 1:0. Der FCN war gegen Reutlingen immer einen Tick schneller. Foto: Eibner
Marco Manduzio (Nr. 13) zieht an Dominic Sessa vorbei.
Marco Manduzio (Nr. 13) zieht an Dominic Sessa vorbei. © Eibner
14.04.2019

Fußball-Feuerwerk: FC Nöttingen fertigt den SSV Reutlingen mit 6:1 ab

Einen Tag nach Bekanntgabe der Vertragsverlängerung von Trainer Michael Wittwer zündete der FC Nöttingen ein wahres Fußball-Feuerwerk. Der Oberligist schoss den SSV Reutlingen durch eine bärenstarke Leistung mit 6:1 (3:0) aus dessen eigenem Stadion. Nach den Derbysiegen gegen Spielberg und den 1. CfR Pforzheim war es der dritte Sieg in Folge. Mit 47 Punkten rangieren die Lilahemden damit auf dem fünften Tabellenplatz – der Rückstand auf den Relegationsplatz zwei beträgt sechs Punkte. Geht da noch was für den FCN?

„Wenn wir eine Serie von fünf Siegen in Folge hinlegen, vielleicht“, meint FCN-Coach Michael Wittwer, der am Samstag nach dem Spiel an der Kreuzeiche mit der Leistung seiner Mannschaft voll zufrieden war: „Defensiv wie offensiv war das eine super Vorstellung. Andy Dups musste quasi keinen einzigen Ball halten.“

Reutlingens Trainer Teo Rus war dagegen völlig bedient: „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen und haben im Mittelfeld zu viele Bälle verloren“, ärgerte sich der ehemalige Coach des CfR. SSV-Fußball-Vorsitzender Michael Schuster meinte nach der ersten Heimniederlage seines Teams in dieser Saison: „Kein Kommentar. Was soll ich dazu sagen?“ Pierre Eiberger nahm dagegen kein Blatt vor dem Mund: „So etwas Unterirdisches habe ich schon lange nicht mehr erlebt“, war der SSV-Spielführer völlig frustriert.

Mario Bilger fehlt

Der FCN – Mario Bilger fiel kurzfristig krank aus – trat nach den jüngsten Erfolgen mit breiter Brust auf und bestimmte vom Anpfiff weg das Tempo. Die Reutlinger kamen hingegen immer einen Schritt zu spät, wirkten extrem pomadig.

Riccardo Di Piazza und Eray Gür vergaben schon in der Anfangsphase zwei gute Chancen. In der 18. Minute rappelte es dann im Reutlinger Karton: Eray Gür überwandt mit einem satten Flachschuss aus elf Metern ins lange Eck den Reutlinger Keeper Milan Jurkovic. Der SSV drängte auf den Ausgleich, knallte das Leder auch an den Pfosten, doch der FCN machte weiter die Tore: Tolga Ulusoy (33.) köpfte nach einer Ecke ein, Leo Neziraj (38.) sorgte ebenfalls per Kopf nach einer Flanke für den 3:0-Halbzeitstand.

Zur zweiten Halbzeit nahm Teo Rus gleich drei Wechsel vor, doch Nöttingens Jimmy Marton zog dem SSV mit dem 4:0 (59.) endgültig den Zahn. Zwar konnte Reutlingens Cristian Giles Sanchez nach einem Nöttinger Ballverlust im Aufbauspiel auf 1:4 (61.) verkürzte, doch Leo Neziraj (70.) stellte gegen eine völlig verunsicherte SSV-Abwehr den alten Abstand wieder her. Zahlreiche Reutlinger Zuschauer verließen daraufhin das Stadion. Sie verpassten noch das 6:1 durch Timo Brenner (76.) per Handelfmeter.

Das nächste Heimspiel bestreitet der FCN am Gründonnerstag um 19.00 Uhr daheim gegen den Tabellenvierten FSV Bissingen. Danach geht’s zum Vorletzten Friedrichstal. Zwei Siege aus diesen beiden Spielen – Michael Wittwer hätte damit seine Serie.