760_0900_131319_SpG_ss08_Hellas_Muehlacker_Spvgg_Zaisers.jpg
Erster Saisonsieg: Die Spieler der SG 8 Hellas Mühlacker konnten nach einer Flanke dem 1:0 durch Tim Reinisch von der SpVgg Zaisersweiher (weiße Trikots) nichts entgegensetzen.  Foto: Henkel 

Fußball: Illingen schlägt Häfnerhaslach, SG 08 Hellas unterliegt Zaisersweiher

Enzkreis. Auch im dritten Spiel der Fußball-Bezirksliga Enz/Murr blieb der TSV Phönix Lomersheim am Sonntagnachmittag ungeschlagen. Glücklich war der Phönix-Coach Simon Roller deshalb aber nicht. Trotz ihrer Überlegenheit kamen die Kicker vom Wässerle gegen den TASV Hessigheim nicht über ein 1:1 hinaus.

Von Beginn an hatte Lomersheim mehr von der Partie. Doch Hessigheim hatte auch dank der eigenen spielerischen Klasse im entscheidenden Moment stets ein Bein dazwischen. Dass es dem TASV aber auch in der Offensive nicht an Qualität mangelte, mussten die Phönix-Kicker dann in der 37. Spielminute erfahren. Eine Flanke von rechts erreichte TASV-Mann Cihat Aytac, der den Ball einköpfte. Besonders lange hielt die Führung allerdings nicht. Bereits fünf Minuten später war es zunächst der Lomersheimer Lukas Buck, der den Ball gegen die Querlatte setzte. Im zweiten Anlauf lenkte dann der Hessigheimer Thilo Grötzinger eine scharfe Hereingabe von Michael Dorn ins eigene Tor.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigten die Lomersheimer einen engagierten Auftritt. Der Druck der Phönix-Kicker ließ dem Gast aus Hessigheim keine andere Wahl. Statt aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen, konzentrierte sich der TASV auf das Verteidigen. Bis auf zwei Distanzschüsse von Chris Keller und Oliver Lochmüller kamen die Lomersheimer dem Gästetor nicht allzu nah. „Am Ende hat es einfach nicht gereicht,“ analysierte TSV-Coach Roller: „Der Gegner war mit dem Punkt sicher glücklicher als wir.“

760_0900_131320_IMG_5538.jpg
Eigentlich ging der TSV Häfnerhaslach (weiße Trikots) als Favorit in die Partie. Doch die Illinger siegten mit 3:0. Foto: Bächle

Glücklich dürfte hingegen die Mannschaft des SV Illingen gewesen sein. Zum Auftakt in die Saison der Kreisliga A 3 Enz/Murr besiegten die Illinger den Nachbarn TSV Häfnerhaslach mit 3:0. Nach mehreren schmerzvollen Abgängen hatte man seitens des SV nicht unbedingt mit einem erfolgreichen Auftakt gerechnet. Besonders pikant: Mit Leandro Franco und Damian Jimenez standen zwei jener Illinger Abgänge beim TSV in der Startformation. Angesichts des Ergebnisses hielt sich SV-Spielleiter Philipp Schäfer mit seiner Analyse nicht zurück: „Eigentlich habe ich von unserem Gegner heute mehr erwartet.“

Über die 90 Spielminuten hinweg bot sich den Zuschauern ein Spiel auf Augenhöhe. Doch während der TSV Häfnerhaslach die nötige Konsequenz vermissen ließ, zeigte sich der SV Illingen mit höchster Effizienz vor dem Tor. So war es der Illinger Andreas Köppel, der kurz vor dem Pausenpfiff den Gastgeber in Führung brachte. Häfnerhaslach konnte bis dato lediglich einige Schüsse aus der Distanz verzeichnen.

Nach dem Seitenwechsel dasselbe Bild: Wieder war es der SV Illingen, der seine Chancen nutzte. In der 66. Spielminute erreichte ein langer Ball SV-Kicker Lukas Strauß, der den gegnerischen Torhüter umkurvte und die Kugel zum 2:0 einschob. Den Sack zu machte Nick Heckele (89.), der ebenfalls einen langen Ball zum 3:0 verwertete. Einen Wermutstropfen musste Illingen dennoch schlucken: Fabian Lehmann flog nach gut 80 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz und fehlt im nächsten Spiel.

760_0900_131321_IMG_5521.jpg
Der TSV Phönix Lomersheim (blaue Trikots) investierte gegen den TASV Hessigheim viel und hatte vor allem in der zweiten Hälfte die Nase vorn. Am Ende stand es aber lediglich 1:1. Foto: Bächle

Ebenfalls siegreich, aber dennoch nicht gänzlich zufrieden war am Sonntagnachmittag die SpVgg Zaisersweiher. Nach einem Unentschieden und einer Niederlage zu Beginn der Saison der Kreisklasse A 1 standen die Kicker aus dem Maulbronner Ortsteil der SG 08 Hellas Mühlacker gegenüber. Angesichts des 2:1-Sieges seiner Spielvereinigung unterstrich Zaisersweiher-Coach Jürgen Widmann nach dem Schlusspfiff: „Es war jetzt einfach mal wichtig, zu gewinnen.“ Denn eine Spitzenleistung konnten seine Kicker gegen die SG 08 Hellas nicht abrufen.

Zwar war Zaisersweiher die tonangebende Mannschaft, doch war es zumeist das entscheidende Zuspiel, das nicht an sein Ziel gelangte. Nach gut einer halben Stunde erreichte dennoch eine Flanke SpVgg-Kicker Tim Reinisch, der den Ball aus nächster Nähe einschob. Kurz nach dem Seitenwechsel war es wieder Reinisch, der einen schnell ausgeführten Freistoß vergoldete. Gut eine Viertelstunde später schlug dann die SG 08 Hellas in Person des eingewechselten Theofanis Moschu zu. In den Folgeminuten entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch. Mühlacker hatte dabei durchaus die Möglichkeit zum Ausgleich, weshalb Widmann selbstkritisch zugab: „Das Spiel hätte auch Unentschieden ausgehen können.“