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Das aktive Vorstandsmitglied Roy Ulshöfer vom FC Baden Darmsbach darf sich zur kommenden Saison auf die Unterstützung des 1. FC Dietlingen freuen. Foto: PZ-Archiv, Ripberger
Das aktive Vorstandsmitglied Roy Ulshöfer vom FC Baden Darmsbach darf sich zur kommenden Saison auf die Unterstützung des 1. FC Dietlingen freuen. Foto: PZ-Archiv, Ripberger
27.11.2017

Fußball-C-Ligist FC Baden Darmsbach muss neue Wege gehen

Remchingen. Eine große Veränderung steht dem FC Baden Darmsbach bevor. In der Gaststätte „Holzwurm“ in Remchingen-Singen wurde den Anwesenden ein erster Einblick über die geplante Zukunft des Fußball-C-Ligisten gegeben. Mit dabei waren der Präsident des FC Baden Darmsbach, Markus Kirchner, aber auch Timo Klittich, der Vorsitzende des 1. FC Dietlingen. Mit einer Präsentation beleuchteten beide Vereine die richtungsweisenden Entscheidungen.

Was wurde bei der Sitzung im „Holzwurm“ bekannt gegeben?

Bereits im Sommer 2017 waren die Verantwortlichen des FC Baden Darmsbach mit den Funktionären des Kreisligisten 1. FC Dietlingen ins Gespräch gekommen und schmiedeten Pläne für eine Spielgemeinschaft. Einige Unterredungen später stand fest, dass der FC Baden Darmsbach zur Saison 2018/2019 nach Dietlingen wechselt und dort beim 1. FC eine neue Spielstätte findet, gleichzeitig eine zweite Mannschaft bildet und diese mit der zweiten Mannschaft von Dietlingen zu einer SG Dietlingen-Darmsbach zusammenführt – eine wohl noch nie da gewesene Konstellation im Fußballkreis Pforzheim. „Die Entscheidung im Vorstand war einstimmig und auch die Spieler freuen sich bereits sehr über die neuen Mannschaftskameraden“, bestätigt Timo Klittich, der Vorsitzende des 1. FC Dietlingen. Ein letztes Mal wird Darmsbach im Juni sein Sportfest auf dem Gelände von Germania Singen veranstalten, bevor dann im Juli 2018 der Umzug in den Ortsteil von Keltern erfolgt.

Warum geht der FC Baden Darmsbach diesen neuen Weg?

Der Verein ist seinem bisherigen Gastgeber, dem FC Germania Singen, zu groß geworden. Präsident Markus Kirchner gab einen Einblick in die Geschichte des Vereins. Er verdeutlichte, dass der Verein seit der Vereinsgründung 2011 darunter leide, keinen Fußballplatz sein Eigen nennen zu können. Aus diesem Grund „wurden wir gastfreundlich beim benachbarten Verein FC Germania Singen aufgenommen und fanden dort ein fußballerisches Zuhause“, so Kirchner. Bereits im Juni 2013 zählte der junge Verein über 50 Mitglieder, mittlerweile sind es mehr als 100. Doch auch die Junioren des FC Germania Singen sind in all den Jahren gewachsen und so wurde es immer schwieriger, alle Trainingszeiten der beiden Vereine unter einen Hut zu bringen. Eine neue Lösung musste her.

In welcher Liga wird die Spielgemeinschaft spielen?

Die Spielgemeinschaft wird in der untersten Liga des Fußballkreises an den Start gehen – in der der Kreisklasse C. Die beiden ersten Mannschaften von Baden Darmsbach und Dietlingen werden weiterhin vollkommen getrennt bleiben. So spielt die erste Mannschaft von Dietlingen weiterhin in der Kreisliga (wenn sie die Klasse hält), die der Darmsbacher in der C-Klasse, jedoch nicht in der gleichen Liga wie die neue SG. Auch die Spieler dürfen nur zwischen ihrem Heimatverein und der SG pendeln. Ein Spielertausch der beiden ersten Mannschaften wird es nicht geben.

Wer wird Trainer der SG-Mannschaft?

Auch die Spieler des FC Baden Darmsbach waren an diesem Informationsabend interessierte Zuhörer. So kam aufseiten der Spieler die Frage auf, wer die Spielgemeinschaft betreuen wird. Timo Klittich stellte daraufhin klar, dass „in Dietlingen sehr sparsam mit dem Geld umgegangen wird und die Entwicklung auch in niedrigen Spielklassen hohe Spieler- und Trainergehälter zu zahlen, nicht mitgegangen wird“. Aus diesem Grund hält er es für sinnvoll, einen Spielertrainer zu installieren, der aus den eigenen Reihen kommt und einfach Lust am Fußball hat. Einen geeigneten Kandidaten habe man aber noch nicht gefunden.

Wie groß wird der Kader der neuen SG sein?

Darmsbach hat eine beachtliche Kapazität an engagierten Spielern vorzuweisen. Von knapp 50 aktiven Kickern melden sich sonntags im Schnitt rund 20 fürs Spiel. Deutlich zu viele, um allen gerecht zu werden. Auch Dietlingen besitzt zu viele Fußballer für nur eine Mannschaft. Genügend Spielermaterial ist also vorhanden. Wie groß genau der Kader sein wird, „muss man abwarten“, so Kirchner.

Welche Ziele verfolgt die neue SG?

Ziel der Spielgemeinschaft soll es sein, jenen Spielern Spielpraxis zu geben, die aufgrund der enormen Kadergröße in Darmsbach nur sporadisch zum Einsatz kommen würden. Aus Dietlinger Sicht macht die SG ebenso Sinn. Man hat schlicht zu wenig Spieler für zwei eigene Mannschaften. So wird der Tabellenplatz zumindest in den ersten Jahren zweitrangig bleiben.