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Trainer Adolf Weidlich (links) macht es schon mal vor: So wie er hier auf dem Ergometer in die Pedale tritt, so müssen auch seine Jungs in der Rückrunde ordentlich Gas geben, um in der Landesliga weiter oben dran zu bleiben. PZ-news-Mitarbeiter Seweryn Sadowski hat Weidlich in der Winterpause zum FCN II befragt. © Türschmann
17.03.2013

Fußball-Check: FC Nöttingen II will unter die Top-6

Eine zweite Mannschaft ist immer eine Wundertüte, bei der niemand weiß, was gerade drin steckt. Das ist auch der Fall beim Perspektivteam des FC Nöttingen. Der Fußball-Landesligist mischt seit einigen Jahren in den vorderen Tabellenregionen erfolgreich mit. Dabei gleicht die Aufstellung der Nöttinger jede Woche aufs Neue einer Überraschung.

Bildergalerie: Nöttingen II: Noch ein Sieg bis zur Verbandsliga

Selten kann ein Trainer einer zweiten Mannschaft von vorne herein bestimmen, welche Spieler für die kommende Begegnung zur Verfügung stehen. Die erste Mannschaft hat immer Priorität. Das ist nicht nur beim FCN, sondern auch bei den anderen zweiten Mannschaften aus der Region so. Allerdings ist das Perspektivteam der Nöttinger das erfolgreichste im Enzkreis. Bereits ein paar Mal verpasste FCN II den möglichen Aufstieg in die Verbandsliga Nordbaden nur um Haaresbreite.

PZ-news hat sich mit FCN-II-Trainer Adolf Weidlich (50) über die beginnende Rückrunde unterhalten und festgestellt, dass die Nöttinger sich personell nicht verstärken konnten. Ein möglicher Spieler, der sich bereits angekündigt hatte, wurde auf dem Trainingsgelände noch nicht gesichtet. Möglichst weit vorne mitmischen will FCN II aber trotzdem.

PZ-news: Wie dringend hat Ihre Mannschaft die Winterpause gebraucht?

Adolf Weidlich: Für unseren kleinen Kader ist die Winterpause zum rechten Zeitpunkt gekommen, wobei es durchaus auch noch ein bis zwei Wochen hätte gehen können.

PZ-news: Felix Magath ist bekannt für sein hartes Training. Wie viel Magath spielt bei Ihnen während der Vorbereitung für die Rückrunde eine Rolle?

Adolf Weidlich: In jedem Trainer steckt wohl in der Vorbereitung ein kleiner Felix. In Prozenten kann ich das nicht ausdrücken. Diese Vorbereitung war für uns so oder so nicht optimal und meine Spieler mussten einige Einheiten auf der Straße umsetzen. Hier waren auch mal Treppenläufe, Bergläufe und ähnliches angesagt.

PZ-news: Was ist der Schwerpunkt Ihrer Trainingsarbeit in der Winterpause?

Adolf Weidlich: Da wir kaum auf den Platz konnten, war unser Schwerpunkt dieses Jahr das Laufen.

PZ-news: Konnte sich die Mannschaft personell verstärken?

Adolf Weidlich: Nein, im Gegenteil: Uns haben leider zwei Spieler verlassen. Ein Spieler hat sich bei uns angemeldet, wurde bis jetzt aber nicht im Training gesehen.

PZ-news: Was ist Ihr Ziel für die Rückrunde und was muss Ihre Mannschaft verbessern, damit die Ziele erreicht werden?

Adolf Weidlich: Wir wollen den bestmöglichen Tabellenplatz erreichen. Dieses Jahr wird sich das durch unseren kleinen Kader auf den Bereich um Platz fünf bis sechs beschränken. Meine Spieler müssen kaum was ändern, nur im Abschluss vor dem Tor sollten sie zielstrebiger werden.

PZ-news: Wo sehen Sie die dicksten Brocken und härtesten Prüfungen in der Rückrunde?

Adolf Weidlich: Die Mannschaften die vor uns in der Tabelle stehen, sind alle echte Herausforderungen. In diesen Spielen können sich meine jungen Spieler beweisen und weiterentwickeln. Aber auch die anderen Partien sind alles andere als leicht. In der Landesliga muss man immer eine gute Leistung zeigen, sonst kann man gegen jeden Gegner verlieren.

PZ-news: Wovor müssen sich Ihre Gegner nach der Winterpause fürchten?

Adolf Weidlich: Das weiß ich nicht. Vor uns auf jeden Fall nicht, da wir ja nicht beißen.

PZ-news: Was würden Sie über sich ergehen lassen, wenn Sie Ihr Saisonziel erreichen?

Adolf Weidlich: Nichts.

PZ-news: Warum ist Ihr Verein der geilste Club in der Region?

Adolf Weidlich: Weil in diesem Verein immer weiter gearbeitet wird. Hier ist man mit dem Erreichten nur kurz zufrieden. So bald ein paar Tage nach Erfolgen vergangen sind, wird sofort wieder nach vorne geschaut und versucht den nächsten Schritt zu gehen.