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Dirk Steidl (rechts) füllte den PZ-news-Fragebogen für den Winterpausen-Fußballcheck von Seweryn Sadowksi aus. Mit seinem FC Nöttingen will der Vereinsboss unbedingt das Badische Pokalfinale zum vierten Mal in Folge erreichen. © Türschmann
25.01.2013

Fußball-Check: Nöttingen will wieder ins Pokalfinale

Wann ist ist der letzte Schnee endlich verschwunden? Wann sind die Plätze eisfrei? Das fragen sich gerade viele Fußballvereine im Enzkreis. Nachdem bereits in der Hinrunde einige Spiele witterungsbedingt abgesagt oder verschoben werden mussten, hinterlässt das aktuelle Wetter viele Fragezeichen. Trotzdem ist Oberligist FC Nöttingen schon am 21. Januar wieder ins Training eingestiegen.

Bildergalerie: DFB-Pokal: FC Nöttingen trifft auf Hannover 96

PZ-news hat sich mit FCN-Vereinschef Dirk Steidl über die aktuelle Situation und die Ziele für die Rückrunde unterhalten. Höhepunkte gab es ja im vergangenen Jahr schon einige. Da wären zum Beispiel der Sieg im Badischen Pokal gegen die SpVgg Neckarelz und der Einzug in den DFB-Pokal, der trotz engagiertem Spiel der Nöttinger leider mit einer 1:6-Niederlage gegen den Bundesligisten und Europa-League-Teilnehmer Hannover 96 endete.

Umfrage

Wo wird der FC Nöttingen am Saisonende in der Oberliga landen?

Platz 1 15%
Platz 2 bis 4 36%
Platz 5 bis 7 27%
Es geht abwärts 22%
Stimmen gesamt 222

Aktuell rangiert der FCN in der Oberliga Baden-Württemberg auf dem sechsten Platz. Eine veritable Aufholjagd in der Oberliga Baden-Württemberg haben die Nöttinger schon hinter sich gebracht. Der FCN, den viele Oberliga-Experten vor der Saison in der Tabelle weit oben gesehen haben, hat das Zeug dazu, sich auch in der Rückrunde noch um ein paar Plätze zu verbessern. Neun Punkte Abstand – bei einem Spiel weniger – müssen die Nöttinger zum Spitzenreiter aus Neckarelz aufholen. Das scheint machbar zu sein.

Bildergalerie: DFB-Pokal: FC Nöttingen verliert gegen Hannover 96 - 1

PZ-news-Mitarbeiter Seweryn Sadowski hat mit Dirk Steidl über das Winterpausen-Training und die Ziele für das Oberliga-Team gesprochen. Auf jeden Fall will Steidl wieder ein Pokalfinale mit FCN-Beteiligung sehen.

1. Wie dringend hat Ihre Mannschaft die Winterpause gebraucht?

Dirk Steidl: Aufgrund unseres kleinen Kaders und der dadurch nicht gegebenen Rotationsmöglichkeiten ist die 5- bis 6-wöchige Pause zur rechten Zeit gekommen.

2. Felix Magath ist bekannt für sein hartes Training. Wie viel Magath spielt bei Ihnen während der Vorbereitung für die Rückrunde eine Rolle?

Dirk Steidl: Absolute Fitness macht bei gleichwertigen Mannschaften in vielen Spielen den entscheidenden Unterschied. Allerdings kann man diese auf verschiedene Arten erwerben. Unser Trainer sieht seine Spieler als Partner – und gestaltet sein Training und die Führung der Mannschaft entsprechend. Und trotzdem tut das Vorbereitungstraining „weh“.

3. Was ist der Schwerpunkt der Trainingsarbeit von Michael Wittwer in der Winterpause?

Dirk Steidl: Wiederherstellung der traditionell überdurchschnittlichen Fitness sowie Erarbeitung einer neuen Mannschaftskonfiguration nach dem Weggang von Marcel Rapp und Metin Telle.

4. Konnte sich die Mannschaft personell verstärken?

Dirk Steidl: Leider noch nicht. Nach den genannten Abgängen sind wir noch auf der Suche nach Spielern, die zu uns passen. Angebote gibt es wie Sand am Meer, die aber alle unserem Anforderungsprofil nicht entsprechen. Verrückte Dinge werden wir nicht machen. Wenn sich nichts Passendes findet, werden wir die freien Positionen aus unserem Perspektivkader besetzen.

5. Was ist Ihr Ziel für die Rückrunde und was muss Ihre Mannschaft verbessern, damit die Ziele erreicht werden?

Dirk Steidl: Wir werden versuchen, den Abstand zur Tabellenspitze so weit wie möglich zu verkürzen. Im Pokal wollen wir zum vierten Mal in Folge das Finale erreichen.

6. Wo sehen Sie die dicksten Brocken und härtesten Prüfungen in der Rückrunde?

Dirk Steidl: Wie in unserem letzten Heimspiel gegen Singen (3:3 nach 0:3 Rückstand) zu sehen, gibt es in dieser Oberliga nur „dicke Brocken“. Wenn unsere Mannschaft ihre Leistung bringt, kann sie alle Gegner, egal wo, schlagen. Wenn nicht, auch gegen alle verlieren. Im Pokal hoffen wir auf das Losglück, dass uns der KSC erst im Endspiel begegnen wird.

7. Wovor müssen sich Ihre Gegner nach der Winterpause fürchten?

Dirk Steidl: Davor, dass wir unsere mögliche Leistung bringen.

8. Was würden Sie über sich ergehen lassen, wenn Sie Ihr Saisonziel erreichen?

Dirk Steidl: Alles, woran auch die Mannschaft und die Mannschaftsverantwortlichen ihre Freude haben werden.

9. Warum ist Ihr Verein ein geiler Club?

Dirk Steidl: Weil wir in allen Vereinsbereichen tolle Typen sowohl bei den Funktionären als auch bei den Spielern haben. Und weil wir dadurch viele typische Vereinsprobleme nur vom Hörensagen kennen.