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Für die erste Folge seines Winterpausen-Fußballchecks hat PZ-news-Mitarbeiter Seweryn Sadowski (links) den Vorsitzenden des TSV Grunbach besucht. Torsten Heinemann ließ sich beim Ausfüllen des Fragebogens von Anna Livia über die Schulter schauen. © Türschmann
18.01.2013

Fußball-Check: TSV Grunbach setzt auf hungrige Spieler

Josep Guardiola wird ab der kommenden Saison Trainer beim FC Bayern München, Nuri Sahin ist zu seinen Dortmundern wieder zurückgekehrt und der Karlsruher SC trainiert in der Türkei für den Rückrundenstart in der 3. Liga. Bei den höherklassigen Teams in Deutschland rollen wieder der Ball und die Schweißperlen. Im Gegensatz dazu scheinen die Fußballer aus der Region den Alltag etwas ruhiger angehen. Oder etwa doch nicht? PZ-news macht sich auf die Suche nach heißen Informationen rund um den Fußball und blickt hinter die Kulissen des Spielbetriebs.

Bildergalerie: Winterliche Impressionen vom Stadion des TSV Grunbach

Bildergalerie: 0:0 im Derby FC Nöttingen gegen TSV Grunbach

Was machen die Mannschaften in der Winterpause, damit sie pünktlich zum ersten Rückrundenspiel wieder fit sind? Gibt es vergleichbare Transfers oder Wechselgerüchte wie bei den Bayern? Das und mehr wird PZ-news in den kommenden Wochen herausfinden. Den Anfang der neuen Serie macht Torsten Heinemann (59), Sportvorstand des TSV Grunbach.

Umfrage

Wird der TSV Grunbach nach der Winterpause das Feld von hinten aufrollen?

Ja, die sind besser als es der Tabellenplatz andeutet 37%
Nein, die werden im Tabellenkeller kämpfen müssen 52%
Weiß nicht 11%
Stimmen gesamt 297

Und Heinemann weist die Konkurrenz gleich darauf hin, dass seine Grunbacher Spieler heiß auf die Rückrunde sind. Nach einer schwächeren Vorrunde müssen sich die Spieler vor allem in der Chancenverwertung verbessern, macht Heinemann deutlich.Das Training überlässt er seinen Übungsleitern und hofft auf eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte.

Sollte diese erfolgreich zu Ende gespielt werden, würde sich der Sportvorstand am liebsten im noch nicht erbauten VIP-Raum fürstlich bekochen lassen. Dies und anderes mehr beschreibt Torsten Heinemann im Fragebogen des Winterpausen-Checks von PZ-news.

1. Wie dringend hat Ihre Mannschaft die Winterpause gebraucht?

Torsten Heinemann: Die Winterpause kam ein Spiel zu spät. Das Derby (0:2 gegen SV Spielberg, Anmerkung der Redaktion) haben wir sehr ungern verloren. Das hat uns sehr geärgert und war keine schöne Sache.

2. Felix Magath ist bekannt für sein hartes Training. Wie viel Magath spielt bei Ihnen während der Vorbereitung für die Rückrunde eine Rolle?

Torsten Heinemann: Das ist die Angelegenheit des Trainers. Allerdings erwarte ich eine harte Vorbereitung, um ganz einfach die Rückrunde zu überstehen und nicht in Abstiegsnot zu geraten.

3. Was ist der Schwerpunkt Ihrer Trainingsarbeit in der Winterpause?

Torsten Heinemann: Ich gehe davon aus, dass Adis Herceg und Theo Rus wissen, was sie zu tun haben. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Taktik und der Ausdauer. Die Spieler sollen über eine gewisse Fitness verfügen. Außerdem wird uns mit Jürgen Irschiner, ein richtiger Fitnesscoach zweimal während der Vorbereitung besuchen. Irschiner, Dozent an der Fachhochschule Karlsruhe, wird mit den Spielern einige Tests durchführen, um zu sehen, wo noch Nachholbedarf besteht.

4. Konnte sich die Mannschaft personell verstärken?

Torsten Heinemann: Zu aller erst haben wir mit Michael Cycon, Daniel Reule und José Caballero drei wichtige Abgänge zu verkraften. Mit Dzenis Skrijelj haben wir ein Talent verpflichtet, wo man die Vorbereitung abwarten muss, wie er sich entwickelt. Große Hoffnung lege ich auf Fatih Ceylan, der durch seine Härte und Spielintelligenz die Abwehr auf jeden Fall verbessern wird. Vor allem seine acht Jahre Erstligaerfahrung in der türkischen Süper Lig, die der Linksfuß gesammelt hat, sind beeindruckend.

5. Was ist Ihr Ziel für die Rückrunde und was muss Ihre Mannschaft verbessern, damit die Ziele erreicht werden?

Torsten Heinemann: Wir dürfen hinten nicht mehr so leichtsinnig spielen und müssen uns weiterhin verbessern. Auch wenn wir in der Vorrunde mit einigen Schiedsrichterentscheidungen gehadert haben, gilt es in der Rückrunde unsere Chancenauswertung zu verbessern. Die Saison lügt nicht und es gibt keine Ausreden.

6. Wo sehen Sie die dicksten Brocken und härtesten Prüfungen in der Rückrunde?

Torsten Heinemann: Die schönste Begegnung wird das Derby vor eigenem Publikum gegen den FC Nöttingen sein. Ansonsten ist für uns jedes Spiel schwierig und hat für uns einen Halbfinalcharakter. Die Finalspiele kommen dann erst gegen Ende der Runde.

7. Wovor müssen sich Ihre Gegner nach der Winterpause fürchten?

Torsten Heinemann: Vor sehr hungrigen Grunbacher Spielern.

8. Was würden Sie über sich ergehen lassen, wenn Sie Ihr Saisonziel erreichen?

Torsten Heinemann: Ich würde mich in unserem zukünftigen VIP-Raum, der bis dahin hoffentlich fertig sein wird, von unserem ehemaligen Vorstand und aktuellen Spielausschuss Frank Fix und seiner Frau Alice fürstlich bekochen lassen.

9. Warum ist Ihr Verein der geilste Club in der Region?

Torsten Heinemann: Weil wir einfach das geilste Umfeld haben und am höchsten spielen (Grunbach liegt mit 683 Höhenmetern über allen anderen Mannschaften im Enzkreis). Außerdem gibt es solche Typen wie Rodolfo „Rüdi“ und Claudio nur einmal auf dieser Welt. Ein weiterer Grund ist die tolle Unterstützung durch unsere AH-Mannschaft.