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Befreiender Jubel: Torschütze Dejan Svjetlanovic (links) freut sich mit den Mitspielern Marco Mössner und Leutrim Neziraj sowie ‚Vereinschef Dirk Steidl über den späten Siegtreffer in Kehl. © Eibner
20.02.2011

Fußball-Oberliga: FC Nöttingen startet mit 1:0-Sieg

KEHL. Der FC Nöttingen hat das neue Jahr so begonnen, wie er das alte abgeschlossen hatte – erfolgreich. Der 1:0-Sieg beim Kehler FV war verdient, auch wenn er durch ein Elfmetertor von Svjetlanovic (89.) spät zustande kam.

Damit bauten die Nöttinger ihre Tabellenführung in der Oberliga sogar aus, weil Verfolger Waldhof Mannheim in Walldorf nicht über ein 0:0 hinauskam. Der FCN sieht dem ersten Heimspiel 2011 am kommenden Samstag gegen den SV Stuttgarter Kickers II entspannt entgegen.

Dass die Entstehung des Siegtores in Kehl schon allein durch den Zeitpunkt umstritten war, versteht sich von selbst. Der aufgerückte Rechtsverteidiger Timo Brenner war im Anschluss nach einer Ecke im Kehler Strafraum zu Fall gekommen, als er versuchte, seine Gegner auszuspielen. Schiedsrichter Markus Kugele entschied auf Elfmeter. Dejan Svjetlanovic ließ sich die Chance nicht entgehen. „Kehl hat natürlich vehement protestiert. Aber Timo hat gesagt, dass er klar getroffen wurde. Und der Schiedsrichter stand nicht weit weg“, berichtet Nöttingens Trainer Michael Wittwer von der umstrittenen Situation.

Insgesamt taten sich die Fußballer auf dem tiefen Boden sehr schwer. „Beide Teams wollten Fußball spielen. Das war aber auf diesem Platz schwierig“, so Wittwer. Das Geläuf erinnerte ihn an das Spiel beim ASV Durlach. Oft kam der letzte Pass nicht an, versprangen Bälle.

Stark in der Defensive

„Kampf und Laufbereitschaft waren gefragt“, sagt der Nöttinger Trainer, für den der Erfolg seines Teams verdient war. Während Nöttingen vor allem defensiv gut stand und über 90 Minuten keine einzige hochkarätige Kehler Tormöglichkeit zuließ, hatte der Tabellenführer im zweiten Durchgang zwei Großchancen. Die erste vergab Torjäger Metin Telle, der am Sechsmeterraum frei zum Schuss kam, als Kehls Abwehr den Ball nicht hatte klären können. Doch Telle trat in den Boden, traf dadurch den Ball nicht richtig, Kehls Torhüter konnte klären.

Ebenso so gut war die zweite FCN-Großchance. Kapitän Viktor Kärcher hatte den Ball flach in die Mitte gespielt, Svjetlavonic kam aus acht Metern zum Schuss, versuchte es direkt, hatte aber etwas Rücklage und traf das Tor nur in der Mitte, so dass Keeper Tobias Kornmaier den Ball über die Latte lenken konnte. „Da hätte Dejan den Ball vielleicht stoppen und dann ins Eck schießen sollen“, so Wittwer. In der vorletzten Spielminute wurde Svjetlanovic dann aber doch noch zum Matchwinner für sein Team.

Den größten Teil des Erfolges schrieb Michael Wittwer aber der defensiven Gesamtleistung zu. Ein Sonderlob gab es für den jungen Abwehrspieler Holger Fuchs, der Kehls Torjäger Yannick Imbs in beeindruckender Manier abmeldete.