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Steigerungspotenzial  sieht Nöttingens Trainer Michael Wittwer nach wie vor.
Steigerungspotenzial sieht Nöttingens Trainer Michael Wittwer nach wie vor. © Becker/PZ-Archiv
26.09.2010

Fußball-Oberliga: Nöttingen soll nicht euphorisch sein

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Aufatmen beim FC Nöttingen: Die Oberliga-Fußballer aus Remchingen um ihren Coach Michael Wittwer sind zurück in der Erfolgsspur. Am Freitagabend behielt der FCN im Spitzenspiel beim VfL Kirchheim verdient mit 3:1 die Oberhand, nachdem die Lila-Weißen aus den beiden Begegnungen zuvor nur einen Punkt geholt hatten (1:1 beim Bahlinger SC, 0:2 gegen den SV Waldhof Mannheim).

„Die Partie hat das gehalten, was sie versprochen hat. Es war ein gutes und intensives Spiel mit allem, was zum Fußball dazugehört“, sagte FCN-Trainer Wittwer unmittelbar nach dem Ende der Begegnung. „Ich meine, dass wir uns in den ersten 20 Minuten gut präsentiert haben – wirklich als Spitzenmannschaft.“ Dennoch übte der 43-Jährige Kritik an seiner Elf: „Anschließend haben bei uns dann aber einige die Sportart verwechselt und gemeint, dass sie nach der Führung auf Zirkus machen müssten. So haben wir den Gegner durch viele Ballverluste unnötig ins Spiel gebracht. Und Kirchheim ist ja nicht irgendwer – da muss man schon über die gesamten 90 Minuten seine Leistung bringen.“

Starker FCN in Hälfte zwei

Nachdem die Gastgeber bis zur Halbzeitpause zum 1:1 ausgeglichen hatten, zeigte der FC Nöttingen im zweiten Durchgang eine sehr starke Leistung. „Ich muss meinem Team ein Kompliment machen, dass es sich nach dem 1:1 in der zweiten Hälfte noch einmal richtig reingekniet hat. Für uns war es nach dem Waldhof-Spiel, das wir unglücklich verloren haben, wichtig, die drei Punkte aus Kirchheim mit nach Hause nehmen zu können.“

Nach zehn Spieltagen rangiert der FCN somit noch immer an der Spitze der Tabelle. Die Remchinger haben 21 Punkte auf dem Konto und bislang erste eine Niederlage kassiert. Auf die Frage eines Journalisten, ob es deshalb schwierig sei, die Euphorie zu bremsen, entgegnete Wittwer: „Es gibt keinen Grund, euphorisch zu sein. Das hat man hier in Kirchheim gesehen. Wenn jemand meint, man hätte schon etwas erreicht, dann ist das falsch. Wir haben nichts erreicht. Wir sind nach zehn Spieltagen vorne. Das ist eine Momentaufnahme.“ Der Nöttinger Trainer ist also nach wie vor bemüht, seine Spieler auf dem Boden zu halten. „Wir haben erst dann etwas erreicht, wenn wir am Ende immer noch vorne stehen. Und bis dahin gilt es sehr hart zu arbeiten, damit wir unsere Ziele erreichen.“