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Enteilen  will der FC Nöttingen um Riccardo Di Piazza (am Ball) dem SGV Freiberg auch am heutigen Abend in dessen Stadion.
Enteilen will der FC Nöttingen um Riccardo Di Piazza (am Ball) dem SGV Freiberg auch am heutigen Abend in dessen Stadion. © Becker/PZ-Archiv
28.04.2011

Fußball-Oberliga: Nöttingen will vorlegen

FREIBERG. Das Fernduell um die Oberliga-Meisterschaft und den Regionalliga-Aufstieg geht in die nächste Runde – dabei will der FC Nöttingen am Freitagabend um 18.30 Uhr im Wasenstadion des SGV Freiberg vorlegen.

Mit einem Sieg beim schwäbischen Tabellenzwölften (36 Punkte) würde die Elf von Trainer Michael Wittwer (66 Zähler) den zweitplatzierten SV Waldhof Mannheim (63) unter Druck setzen, zumal der Vorsprung des Spitzenreiters wieder auf sechs Zähler wachsen würde – zumindest für eine Nacht, falls die Waldhof-Truppe ihr schweres Heimspiel am morgigen Samstag gegen den FC 08 Villingen (48 Punkte, Platz drei) gewinnen sollte.

Vorher muss der FCN aber erst einmal die schwere Prüfung beim SGV meistern – alles andere, als ein leichtes Vorhaben. „Freiberg ist eine der Mannschaften, die zurzeit weit unter ihrem Wert spielt. Ähnlich wie den Bahlinger SC zähle ich das Team zu den Spitzenclubs der Oberliga. Dass diese Aufgabe nicht einfach wird, haben wir in der Hinrunde schon gesehen“, sagte Dirk Steidl, der Vorstandsvorsitzende des FC Nöttingen, gestern. „Deshalb gilt es, eine gute Einstellung zu finden und mit Engagement zur Sache zu gehen.“

Die Gastgeber um ihren Trainer Marcus Wenninger sehen sich als Außenseiter, glauben aber dennoch an ihre Chance – zumal das Hinspiel im Nöttinger Panoramastadion, das der FCN nach hartem Kampf knapp mit 3:2 für sich entschied, ziemlich ausgeglichen verlief. „Wir wollen für eine Überraschung sorgen und dem Favoriten ein Bein stellen. Wir haben nur eine kleine Chance, aber die gilt es zu nutzen“, kündigte Wenniger im Freiberger Stadionkurier unter der Woche hartnäckigen Widerstand an. Mut macht ihm „die Einstellung der Mannschaft und die Tatsache, dass sich das Verletztenlager lichtet“.

Alle Mann an Bord

Was das Personal angeht, sieht es auch beim FCN gut aus. Laut Steidl sind vor der heutigen Begegnung alle Akteure einsatzbereit – Nöttingens Trainer Michael Wittwer kann daher aus dem Vollen schöpfen. Welche elf Spieler in Freiberg von Beginn an auflaufen werden, stand gestern aber noch nicht fest. Wittwer wollte noch die letzten Trainingseindrücke abwarten und dann entscheiden. Große Veränderungen im Vergleich zum Neckarrems-Spiel sind jedoch nicht zu erwarten.