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Endlich wieder einen Sieg in der Liga feiern will der FC Nöttingen am  Dienstagabend beim FC 08 Villingen.
Endlich wieder einen Sieg in der Liga feiern will der FC Nöttingen am  Dienstagabend beim FC 08 Villingen. © Gössele/PZ-Archiv
04.04.2011

Fußball-Oberligist FC Nöttingen holt 3:0-Pokalsieg in Heidelsheim

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Der FC Nöttingen tanzt weiter auf zwei Hochzeiten: Nach dem 3:0-Sieg am Samstag im Pokal beim Verbandsligisten FC 07 Heidelsheim haben die Lila-Weißen nach wie vor zwei Titel in Aussicht.

Sollte der Spitzenreiter der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg am  Mittwochabend Losglück haben und es im Halbfinale des Hoepfner-Cups mit der Spvgg Durlach-Aue (Landesliga Mittelbaden) oder dem VfR Mannheim (Verbandsliga) zu tun bekommen, wäre die Neuauflage des Endspiels 2010 gegen den SV Sandhausen (3. Liga) durchaus realistisch. Nominell hatte der FCN beim 6:7 nach Elfmeterschießen zwar gegen Sandhausen II gespielt, der Gegner war damals jedoch mit seiner ersten Mannschaft angetreten.

Wende soll eingeleitet werden

Doch bevor sich die Nöttinger Spieler und Verantwortlichen mit der Pokalauslosung beschäftigen können, müssen sie heute (18.00 Uhr) zunächst die schwere Aufgabe beim FC 08 Villingen meistern. Nach drei sieglosen Spielen im Ligaalltag (eine Niederlage, zwei Unentschieden) soll beim Tabellenvierten nun die Wende eingeleitet werden. Dafür fordert Nöttingens Trainer Michael Wittwer eine engagierte und konzentrierte Leistung – ähnlich wie am Samstag in Heidelsheim. Den 44-Jährigen lässt das Gerede von der Meisterschaft und einem möglichen Pokaltriumph ohnehin kalt. „Wir machen uns nach wie vor keine Gedanken darüber, was in sechs bis acht Wochen sein könnte, sondern schauen von Spiel zu Spiel – und am Dienstag haben wir ein sehr schweres Auswärtsspiel in Villingen“, sagte Wittwer – fast schon ein wenig genervt – direkt nach dem verdienten 3:0-Erfolg beim FCH.

Kärcher und Di Piazza fehlen

Personell kann der Nöttinger Coach heute erneut nicht aus dem Vollen schöpfen. Bei Kapitän Viktor Kärcher und Spielmacher Riccardo Di Piazza, die bereits am Samstag verletzt gefehlt hatten, besteht kaum Hoffnung auf eine Rückkehr in den Kader. „Ich gehe nicht davon aus, dass einer von beiden in Villingen mit dabei sein wird“, verriet Wittwer am gestrigen Montag. Die Nöttinger Startelf hatte in Heidelsheim aber nicht nur wegen Verletzungen ein anderes Gesicht. „Es lag auch daran, dass ich mit dem ein oder anderen Akteur zurzeit nicht voll und ganz zufrieden bin“, so der 44-jährige Ex-Profi des Karlsruher SC.

Große personelle Veränderungen sind im Vergleich zum Pokalspiel heute deshalb nicht zu erwarten. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir mit derselben Mannschaft beginnen, die auch in Heidelsheim von Anfang an auf dem Platz stand“, sagte Wittwer gestern.