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Eine Standardsituation reichte den Mannheimern (in Rot) gegen Bilfingen zum Sieg. Foto: Ripberger
Eine Standardsituation reichte den Mannheimern (in Rot) gegen Bilfingen zum Sieg. Foto: Ripberger
10.09.2017

Fußball-Verbandsligist Bilfingen verliert beim VfR Mannheim knapp

50 Minuten lang ging die Taktik von Fußball-Verbandsligist TuS Bilfingen im Heimspiel gegen den Tabellenführer VfR Mannheim auf. Doch beim Stand von 0:0 trat Christopher Hiller kurz nach der Pause einen langen Freistoß, Enis Baltaci war da und köpfte zum 1:0 für die Gäste ein. Es sollte das einzige Tor an diesem Samstagnachmittag bleiben.

Bis zu eben jenem Gegentreffer machte Bilfingen seine Sache überraschend gut. Trotz massiver personeller Probleme – es standen nur zwei reine Offensivspieler auf dem Platz – hielt der TuS den spielerisch starken VfR zunächst in Schach. Wirklich Torgefahr strahlten die Gäste nur selten aus. „Aus dem Spiel heraus waren sie nicht gefährlich“, resümierte TuS-Spielertrainer Dejan Svjetlanovic.

Doch auch auf Bilfinger Seite haperte im Spielaufbau gewaltig – jedoch auch, weil Mannheim geschickt und aggressiv verteidigte. Der Gastgeber spekulierte darauf, dass sich dies in der zweiten Halbzeit änderte, Mannheim den Druck erhöhe und sich dadurch mehr Räume ergeben würden. Durch den Gegentreffer musste aber Bilfingen aufmachen. „Wir haben in der zweiten Halbzeit alles versucht“, betonte Svjetlanovic. Aber Mannheim brachte die Führung clever über die Zeit, hatte unmittelbar nach dem Führungstor gar noch die Chance zu erhöhen. Auf der anderen Seite scheiterte Lars Kuhn frei stehend vor dem Gästekeeper (73.).

Doch nicht nur Chancen und schönen Fußball bekamen die rund 160 Zuschauer – davon einige aus Mannheim – zu sehen: Mitte der zweiten Halbzeit wurde das Spiel vorübergehend sehr ruppig und hektisch, insgesamt sieben Gelbe Karten verteilte die Unparteiische Chantal Kann während der 90 Minuten. „Der Kampf gehört dazu, das hier ist Fußball und kein Ballett“, meinte Svjetlanovic nach der zweiten Saisonniederlage.